Die Kanzlei hat sich in den vergangenen Jahren in der Partnerschaft deutlich verjüngt. Knapp ein Dutzend Gesellschafter wurden neu ernannt. Fünf davon Ende 2024, darunter drei Frauen. Von den 80 Juristinnen und Juristen der Kanzlei sind mittlerweile 41 Prozent weiblich. Diese Entwicklung wird auch bei der JUVE-Konzipientenumfrage wahrgenommen, dementsprechend werden die Partnerschaftschancen als verbessert eingeschätzt.
Weniger zufrieden ist der juristische Nachwuchs mit der Kommunikation innerhalb der Kanzlei und dem Betriebsklima. Dabei liegt die Einheit deutlich hinter dem Marktdurchschnitt zurück. „Wenn es Probleme gibt, wird nichts klar kommuniziert, alles wird dem Flurfunk überlassen, wodurch Unzufriedenheit entsteht“, fasst es ein Umfrageteilnehmer zusammen. Ordentliche Werte erzielt Saxinger bei der Ausbildung der Konzipientinnen und Konzipienten auf dem Weg zur Anwaltsprüfung.
Ein wichtiger Ausgangspunkt für die juristische Karriere in der Kanzlei ist das Praktikumsprogramm, das Saxinger seit mehr als 20 Jahren in Kooperation mit der ebenfalls aus Oberösterreich stammenden Kanzlei Haslinger Nagele durchführt. Etwa 40 Praktikanten wird Saxinger im kommenden Jahr einstellen. Erfahrungsgemäß hat etwa ein Drittel der Konzipienten zuvor das Praktikumsprogramm durchlaufen. In puncto Ausbildung veranstaltet die Kanzlei etwa 20 interne Fortbildungen pro Jahr, diese werden von den Anwärterinnen und Anwärtern als „qualitative Inhouse-Seminare“ geschätzt. Und das Engagement geht noch einen Schritt weiter: Bei außergewöhnlichen Leistungen übernimmt die Arbeitgeberin die Kosten eines postgradualen Studiums, etwa eines LL.M.-Studiums im Ausland.
In den kommenden zwölf Monaten plant die Kanzlei die Einstellung von zwölf Konzipienten, deren Einstiegsgehalt im Vergleich zum Vorjahr um 500 Euro pro Monat angehoben wurde. Vielleicht wird sich dies in den kommenden Jahren auch positiv bei der Gesamtzufriedenheit niederschlagen. Aktuell ist diese noch ausbaufähig. Auch mit der Work-Life-Balance zeigt sich der Nachwuchs nicht sehr zufrieden. In der Tat gaben Saxingers Konzipientinnen und Konzipienten in der JUVE-Umfrage allerdings im Wochendurchschnitt sogar etwas weniger Arbeitszeit (50,6 Stunden) an als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Kanzleien und nahmen dreieinhalb mehr Urlaubstage.