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Juve Top 20

Schönherr

Das persönliche und fachliche Umfeld bei Schönherr loben die Konzipientinnen und Konzipienten: „Es finden sich hier besonders viele nette und fachlich hervorragende Kollegen“, schreibt ein Umfrageteilnehmer. So sind die Nachwuchsjuristen insgesamt recht zufrieden mit ihrer Ausbildungskanzlei.

Dazu trägt bei, dass die Teilnehmenden in der Umfrage das Niveau der Arbeitsinhalte und die hohe Internationalität der Beratung schätzen. Beides geht einher mit einer ganzen Reihe von  krisengetriebenen, konfliktträchtigen und damit auch hochkarätigen Mandaten. Diese zogen auch eine hohe Auslastung nach sich. Für die Anwärterinnen und Anwärter ergibt sich daraus ein zentrales Problem: „Die Arbeitsbelastung ist fast unausstehlich“, schreibt eine Teilnehmerin in der JUVE-Umfrage: „Denn seit einem Jahr sind wir auf Konzipientenebene unterbesetzt.“ Das drückt sich in schlechten Werten bei einer ganzen Reihe von weiteren Kriterien aus, bei denen die  Rechtsanwaltsanwärter bei Schönherr weniger zufrieden sind als die Teilnehmenden insgesamt: Aus- und Weiterbildung, Personalführung und Kommunikation durch die Kanzlei sowie Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.

Viele Stunden, wenig Urlaub. Es fehlt schlicht die Zeit. Das lässt sich an den Wochenstunden und den genommenen Urlaubstagen ablesen: Knapp 55 Stunden schlugen bei Konzipienten zu Buche, rund 3,5 Stunden mehr als im Gesamtdurchschnitt. Und bei den Urlaubstagen kamen sie auf knapp 15 Tage, also rund 1,5 Tage weniger als sämtliche Anwärter im Durchschnitt. Das liegt auch am Beispiel der Partner, die „arbeiten bis zum Umfallen“, so ein Konzipient. Beim Einstiegsgehalt erhöhte die Kanzlei die Untergrenze auf 3.400 Euro monatlich, und die Gehaltsspannen in den ersten Berufsjahren sind nun erheblich größer. Das lässt mehr Raum, um die Vergütung leistungsgerecht anzupassen. Allerdings bemängeln einzelne, dass extrem hohe Arbeitszeiten in einzelnen Praxisgruppen völlig unberücksichtigt bleiben. Insgesamt sind die Konzipientinnen und Konzipienten mit ihrer Bezahlung durchaus zufrieden. Auch die IT-Ausstattung ist ein Trumpf, den die Anwärter deutlich besser bewerten als bei anderen Kanzleien.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Österreich: Linz, Wien
Umsatz in Österreich 2021/22: 84 Millionen Euro
Internationale Präsenz und Einbindung: Schönherr ist mit etwas mehr als 340 Juristen an 14 Standorten in Zentral- und Osteuropa präsent. Konzipienten können in Absprache Erfahrung in Büros dort sammeln.
Juristen in Österreich: 158
Frauenanteil Juristen: 37 %
Neueinstellungen Konzipienten 2023: 15 bis 20
Praktikumsplätze 2023: bis zu 26

Das JUVE-Urteil

Konzipientenausbildung
Konzipientenzufriedenheit
Gehalt
Internationalität

Renommee

Arbeitsrecht
Bank- und Finanzrecht
Kapitalmarktrecht
M&A
Gesellschaftsrecht
Immobilienwirtschaftsrecht
Baurecht
Kartellrecht
Marken- und Wettbewerbsrecht
Patentrecht
Prozesse
Schiedsverfahren
Sanierungs- und Restrukturierungsberatung
Steuerrecht
Umwelt, Planung, Regulierung
Vergaberecht

Vergütung*

Das Einstiegsgehalt für Konzipienten beginnt bei Schönherr bei 3.400 Euro. Die konkrete Einstufung ist abhängig von zusätzlichen Qualifikationen. Gehaltsanpassungen erfolgen jährlich. Hinzu kommt ab dem dritten Berufsjahr ein leistungsabhängiger Bonus, der sich an konkreten, erreichbaren Zielen bemisst.
Position Monatlich (in Euro)
Praktikanten mindestens 1.588 Euro
Studentische/wissenschaftliche Mitarbeiter 2.400 Euro bei Vollzeit
Konzipienten 1. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.400 bis 4.200 Euro
Konzipienten 2. Berufsjahr (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 3.900 bis 4.600 Euro
Konzipienten nach der großen Legitimationsurkunde (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 4.400 bis 5.200 Euro
Konzipienten nach der Rechtsanwaltsprüfung bis zur Eintragung (Monatsbezug, 14 Zahlungen im Jahr) 5.200 bis 6.000 Euro
* Kanzleiangaben; monatliches Bruttogrundgehalt exklusive Kammerbeitrag und Mitteln für die Versorgungseinrichtung. Beides übernimmt die Kanzlei nicht.

Lob und Kritik von den eigenen Konzipienten

„Grundsätzlich ist es so, dass es unterstützt wird, wenn man sich für eine Fortbildung interessiert.“
„Man kann wichtige Erfahrungen sammeln.“
„Es gibt Teams, in denen man keinen Tag arbeiten möchte und die intern einen schlechten Ruf haben.“
„Verfügbarkeit 24/7 ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Highlights Praktikum

  • Sommer- und Winterpraktika in Wien mit Praxisbezug in einem oder zwei Rechtsgebieten
  • Praktika auch am Linzer Standort möglich

Highlights Ausbildung und Karriere

  • Partnerinnen und Partner als Mentoren für die individuelle Förderung von Anwärterinnen und Anwärtern
  • Umfangreicher Mix aus E-Learning-Modulen und Trainings in Präsenz zu fachjuristischen und berufsspezifischen Themen (wirtschaftliche Grundlagen, Verhandlungstechniken, Rhetorik, u.a.)
  • Vorbereitung auf die Rechtsanwaltsprüfung individuell und in Seminaren mit externen Referenten

Karriere und Partnerschaft

Nach drei bis fünf Jahren als Rechtsanwalt besteht bei Schönherr die Möglichkeit, Contract-Partner zu werden. Erste Gespräche, wie die Partner-Chancen stehen, gibt es jedoch schon früher. Nach weiteren drei bis fünf Jahren folgt in der Regel die Aufnahme in die Equity-Partnerschaft. Ein alternativer Karriereweg ist es, dauerhaft als Counsel zu arbeiten. Auch diese Position ermöglicht es, später Partner zu werden. Im vergangenen Jahr ernannte die Kanzlei zwei Gesellschafterinnen und einen Gesellschafter, davon zwei aus den CEE-Büros.