Weiterlesen mit
- Zugang zu allen digitalen JUVE Inhalten inklusive E-Paper aller Magazine
- Exklusiver Zugang zu allen Rankings, Datenanalysen und Hintergrundartikeln
- Inhouse-Teams erhalten kostenfreien Zugriff
- Themennewsletter JUVE Business Weekly und JUVE Tech Weekly
4 Wochen gratis testen
Firmenabo buchenIhre Firma hat bereits ein JUVE+-Abo? Zum Login
++++ Ganz groß im Südwesten der Republik ist als drittes im Bunde Schultze & Braun. Und die Insolvenzgroßkanzlei dreht dementsprechend an einem ganz großen Rad beim Autohändler und Reparaturbetrieb Vollmer u. Sack GmbH + Co. KG. Bei dem Betrieb mit drei selbstständigen Niederlassungen, weiteren unselbstständigen Filialen und einer Verwaltungsgesellschaft – der Komplementärin der KG – sind insgesamt vier eigenständige Gesellschaften von Zahlungsschwierigkeiten betroffen. Dementsprechend sind von den Gerichten Karlsruhe, Rastatt und Landau vier verschiedene Schultze & Braun-Verwalter für die Gruppe mit insgesamt 100 Arbeitnehmern eingesetzt worden: Thomas Kind für die Hauptgesellschaft, zudem Holger Blümle, Dr. Ferdinand Kießner, und Harald Kroth. „So wird man in den einschlägigen Statistiken natürlich die Nummer eins unter den am häufigsten bestellten Büros“, könnten Kritiker nun denken. Doch es ist alles ganz anders. Laut Thomas Kind ist es im Raum Karlsruhe absolut üblich, mehrere Verwalter aus einer Kanzlei für selbstständige Tochter- und Schwesterunternehmen einzusetzen. Mögliche Interessenkonflikte der einzelnen Gesellschaften könne man auch in einer Kanzlei lösen und habe das bisher schon des Öfteren getan, sagte Kind. Die Masse, die Kind und seine Kollegen zu verwalten haben, kann sich durchaus sehen lassen. Der Fahrzeugpark der Autohäuser hat einen Wert von rund zehn Millionen Euro. Eigentlich. Denn etwa vier Tage vor Anmeldung der Insolvenz sind alle Kfz restlos von Ford bzw. der Ford-Bank vom Hof geholt worden. Das macht es für Kind und die anderen verwalter nicht leichter, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. ++++