Flughafenverlängerung kann kommen

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  • JUVE

Der Flughafen Lübeck-Blankensee darf seine Start- und Landebahn verlängern. Das hat das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht entschieden und damit die Rechtmäßigkeit des durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr gefassten Planfeststellungsbeschluss bestätigt. Die beiden anliegenden Gemeinden Groß Grönau und Lüdersdorf hatten gegen den Ausbau geklagt, da aus ihrer Sicht unter anderem die zugrundeliegenden Flugbewegungs- und Lärmprognosen fehlerhaft sind.

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Der Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2005 sah zunächst vor, die Start- und Landebahn um rund 500 Meter zu verlängern. Dieses Vorhaben war im Juni 2007 jedoch ebenfalls auf Betreiben der klagenden Gemeinden teilweise gekippt worden, so dass die Start- und Landebahn nun nur noch um 300 Meter verlängert werden sollte.

Die erneute Klage gegen den verringerten Ausbau scheiterte jedoch, da das Gericht die Rechte der klagenden Gemeinden nicht verletzt sah und auch die zugrundeliegenden Prognosen nicht für fehlerhaft hielt. Gegen das Urteil ist keine Revision möglich.

Vertreter Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

Graf von Westphalen (Hamburg): Dr. Ronald Steiling, Dr. Christian Winterhoff

Vertreter Flughafen Lübeck-Blankensee

Gronefeld Thoma & Kollegen (München): Dr. Volker Gronefeld – aus dem Markt bekannt

Vertreter Gemeinden Groß Grönau und Lüdersdorf

Joachim Dörfler (Bad Schwartau)

Schleswig-Holsteinisches Oberverwaltungsgericht, 4. Senat

Dierk Habermann (Vorsitzender Richter)

Der Hamburger Graf von Westphalen-Partner Steiling betreut den Landesbetrieb bereits seit Beginn der Streitigkeiten mit den anliegenden Gemeinden im Jahr 2005 (JUVE 07/05). Damals war noch Dr. Lutz Krahnefeld (Köchling & Krahnefeld) für die Betreibergesellschaft des Flughafens tätig. Nach einem Gesellschafterwechsel betreut nun aber der bekannte Luftfahrtrechts-Experte Dr. Volker Gronefeld das Mandat.

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