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Wahrheit und Fiktion

Seit mehr als vierzig Jahren bewegt das Thema die Gemüter in Deutschland: Der Contergan-Skandal der 1950er und 1960er Jahre. Ein Prozess um dessen Verfilmung erregte im vergangenen Monat erneut das öffentliche Interesse. Im Auftrag des WDR hatte die Produktionsfirma Zeitsprung Film + TV-Produktions GmbH den Zweiteiler mit dem Arbeitstitel 'Eine einzige Tablette' produziert. Das TV-Drama sollte im Herbstprogramm der ARD ausgestrahlt werden. Ende Juli bestätigte jedoch das LG Hamburg die insgesamt vier einstweiligen Verfügungen im Eilverfahren, die der ehemalige Anwalt Carl-Hermann Schulte-Hillen sowie der Pharmahersteller Grünenthal gegen den WDR und gegen Zeitsprung auf Grundlage des Drehbuchs erwirkt hatten.

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Ähnlich hochkarätig wie die schauspielerische Besetzung im Film entpuppte sich die Riege der am Prozess beteiligten Juristen. Es handelte sich um namhafte Medienanwälte – bis auf eine Ausnahme. Schulte-Hillen ließ sich von einem Anwalt vertreten, der als M&A- und Finance-Anwalt bekannt ist: seinem Sohn Sven. Der Grund ist offensichtlich: Die Anwaltsfigur im Drehbuch ist angelehnt an Schulte-Hillen sen., der im damaligen Prozess gegen Grünenthal als Opferanwalt tätig war, selbst einen Contergan-geschädigten Sohn hat und seine Persönlichkeitsrechte verletzt sah. „Meine Motivation in diesem Fall ist rein familiär“, so Schulte-Hillen jun.

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