Powerflute Oyj kauft deutsche Scheufelen
Der finnische Papierkonzern Powerflute Oyj hat den insolventen schwäbischen Papierproduzenten Scheufelen erworben. Anfang Oktober hatte das Amtsgericht Esslingen das Insolvenzverfahren für das in Oberlenningen ansässige Unternehmen eröffnet. Seitdem wurden die Geschäfte durch den Insolvenzverwalter geführt. Der finnische Erwerber, börsennotiert in London und Stockholm, kündigte an, rund 500 der bis zur Insolvenz 620 Arbeitsplätze erhalten zu wollen. (Astrid Jatzkowski)
Berater Oyi Powerflute
Nörr Stiefenhofer Lutz : Dr. Thomas Hoffmann (Federführung; Frankfurt/Berlin), Dr. Stefan Blum (Insolvenzrecht), Dr. Andreas Butz (Arbeitsrecht; beide Düsseldorf); Associates: Dr. Sasche Leske (Steuern), Anka Roffeis (Gesellschaftsrecht; beide Berlin), Tammo Heil (Düsseldorf), Dr. Wolfgang Schelling (beide Arbeitsrecht; München), Petra Samson (Öffentliches Recht; Düsseldorf)
Berater Scheufelen
Wellensiek : Dr. Jobst Wellensiek (Insolvenzverwalter), Dr. Göran Berger (beide Heidelberg); Associate: Silvio Höfer (Arbeitsrecht; Hildesheim)
Anchor : Tobias Wahl (Federführung; Mannheim), Alexander Reus, Vincenz von Braun (beide München)
Vor Insolvenzeröffnung war Dr. Axel Kulas, Partner im Stuttgarter Büro von Brinkmann & Partner, in die Geschäftsleitung von Scheufelen gerückt, um einen zuvor anvisierten Insolvenzplan mit zu gestalten. Seine Aufgabe hatte sich dann jedoch mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens erledigt.
Wellensiek kooperierte hier mit früheren Partnern seiner Kanzlei. Von Braun und Reus hatten sich – von Wellensiek kommend – erst im November 2007 mit der Kanzlei um Wahl zusammengeschlossen. Wahl war bereits 2006 von Wellensiek zu Irschlinger Raff Pöschke gewechselt.
Nörr war nicht zum ersten Mal in eine Transaktion aus der Papierbranche involviert: Die Kanzlei beriet etwa auch schon die finnisch-schwedische Stora Enso beim Erwerb der badischen Firma Schneidersöhne.