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22.11.2011

DFB-Pokal: ARD und Sky sichern sich mit Inhouse-Teams TV-Rechte bis 2016

Die ARD und der Bezahlsender Sky haben vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Übertragungsrechte für den DFB-Pokal für die Spielzeiten 2012/13 bis 2015/16 erworben. Die Sportrechteagentur Infront bleibt im gleichen Zeitraum der Werbevermarktungspartner für den traditionsreichen Pokalwettbewerb.

Martin Stopper

Im frei empfangbaren Fernsehen zeigt künftig nur noch die ARD die DFB-Pokalspiele. Sie erwarb über SportA, die gemeinsame Sportrechteagentur von ARD und ZDF, ein Paket von acht Live-Spielen sowie Zusammenfassungen der übrigen Partien. Der Bezahlsender Sky sicherte sich wie bisher die Rechte für die Übertragung aller 63 Spiele des Wettbewerbs.

Nach Medienberichten nimmt der DFB damit künftig für die TV-Pokal-Rechte weniger als die bisher 50 Millionen Euro pro Saison ein. Das ZDF, bisher Partner der ARD bei der Pokal-Berichterstattung im frei empfangbaren TV, legte kein Angebot vor. Der Sender sicherte sich vor Monaten die TV-Rechte an der Champions League und will sich darauf konzentrieren.

Die Schweizer Agentur Infront sicherte sich erneut die Rechte für die Werbevermarktung des Wettbewerbs. Der langjähriger Partner des DFB will die Vermarktung dabei noch exklusiver gestalten und die Gesamtzahl der Partner von elf auf sechs reduzieren. So könnten die finanziellen Einbußen bei den TV-Rechten möglicherweise kompensiert werden.

Berater SportA
Inhouse (München): Adrian Fikentscher – aus dem Markt bekannt

Berater Sky
Inhouse (München): Volker Winter (Leiter Sportrechte) – aus dem Markt bekannt

Berater Infront
Inhouse (Zug/Schweiz): Dr. Thomas Oehninger (Leiter Recht) – aus dem Markt bekannt

Berater DFB
Inhouse (Frankfurt): Dr. Jörg Englisch (Leiter Recht)
Lentze Stopper (München): Gregor Lentze, Dr. Martin Stopper; Associate: Dr. Felix Holzhäuser

Hintergrund: Der DFB vergab die Übertragungsrechte am DFB-Pokal erstmals im Rahmen eines offenen Ausschreibungsverfahrens. Mit Lentze Stopper setzte der Verband dabei auf eine ihm seit Jahren vertrauten Einheit, die beispielsweise auch vor wenigen Monaten bei der Vergabe der TV-Rechte für die Fußball-Länderspiele beriet (mehr…). Jetzt stimmte die Sozietät für den Verband im Vorfeld unter anderem das Verfahren und den Inhalt der Ausschreibung mit dem Bundeskartellamt ab.

Adrian Fikentscher ist seit Ende 2009 gemeinsam mit Michael Amsinck Geschäftsführer von SportA und verantwortet den Sportrechteeinkauf der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Schon von 1996 bis 2003 war er in der Geschäftsführung der Agentur tätig. Vor zwei Jahren kehrte er dann von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) zum Bayrischen Rundfunk zurück. (René Bender)