Kampf um guten Nachwuchs

Konstant hoher Personalbedarf bei Kanzleien

Die deutschen Wirtschaftskanzleien wollen 2017 nicht mehr so stark wachsen, wie sie es noch im Vorjahr geplant hatten – oder ihre Erwartungen sind realistischer geworden. Denn der Kampf um den besten Nachwuchs wird immer härter. Laut einer azur-Erhebung bei 150 Kanzleien wollen diese im kommenden Jahr zusammengerechnet 2.070 Volljuristen einstellen. Damit bleibt die Zahl der Neueinstellungen konstant auf einem hohen Niveau.

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Viele Kanzleien verhalten sich in diesem Jahr eher abwartend und haben ihre Einstellungspläne angepasst. In Summe wollen sie offenbar nicht mehr so stark wachsen wie noch im Vorjahr geplant. Das ist auch gar nicht so einfach, denn der Pool an Prädikatsabsolventen wird nicht größer: Rund 1.600 Juraabsolventen erreichten laut Statistik des Bundesjustizministeriums in den vergangenen Jahren im Durchschnitt im zweiten Examen ein Prädikat. Dem stehen über 2.000 offene Stellen gegenüber, denn nahezu alle große Kanzleien verlangen offiziell echte Spitzennoten. Und sie konkurrieren nicht nur mit Rechtsabteilungen und dem Staatsdienst, sondern auch spezialisierten Boutiquen oder multidisziplinären Beratungsgesellschaften um den besten Nachwuchs.

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