Associategehälter

Diese Kanzleien zahlen am meisten

Autor/en
  • Norbert Parzinger

Über 80 Wirtschaftskanzleien bieten Berufseinsteigern derzeit Festgehälter von 100.000 Euro oder mehr. Das zeigt eine aktuelle azur-Erhebung bei mehreren hundert Sozietäten in Deutschland. Seit Sommer 2016 haben über 50 Kanzleien ihre Gebote um bis zu 25.000 Euro erhöht.

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Wie die azur-Gehältertabellen 2017 zeigen, haben sich die Kräfteverhältnisse im Markt trotz drastisch gestiegener Beträge seit letztem Jahr kaum verändert. An der Spitze stehen nach wie vor mehrere kleine, stark fokussierte US-Transaktionskanzleien. Mit einigem Abstand dahinter liegen die Magic-Circle-Kanzleien, ihre engsten deutschen und internationalen Wettbewerber sowie eine Reihe von Boutiquen, oft selbst Großkanzlei-Spin-offs. Um die 100.000-Euro-Marke herum finden sich nicht nur große Rundumberater wie Dentons, DLA Piper, Taylor Wessing oder Görg, sondern auch einige deutsche Regionalkanzleien.

Associate-Lockstep unter Druck

Von den Steigerungen profitiert ein entsprechend großer Teil der Nachwuchs-Wirtschaftsanwälte im deutschen Markt. Die bisher bekanntgegebenen Gehaltserhöhungen werden den Rekrutierungsplänen der Kanzleien zufolge in diesem Jahr zwischen 500 und 800 Berufseinsteiger betreffen. Noch dazu gelten sie fast durchweg auch für die Bestandsmannschaften.

Allerdings gestalten immer mehr Kanzleien ihre Vergütungsstruktur so, dass zwar das werbewirksame Einstiegsgehalt möglichst hoch liegt, die anschließenden, jährlichen Steigerungen aber geringer ausfallen als bisher. Große Gehaltssprünge sind damit oft schon nach drei bis fünf Berufsjahren nur noch über den variablen Vergütungsanteil möglich. So friert etwa die größte deutsche Sozietät, CMS Hasche Sigle, das Associategehalt nun im dritten Berufsjahr ein. Ab dann steigt nur noch der mögliche Bonus.

Als bislang letzte Kanzlei legte Morrison & Foerster nach: Berufseinsteiger erhalten seit Jahreswechsel statt 105.000 ganze 110.000 Euro, im zweiten Jahr winken 115.000 und im dritten Jahr 125.000 Euro. Erst vor einem Jahr hatte die Kanzlei die Associategehälter um 5.000 Euro angehoben.

Der Bieterwettstreit um die besten Juraabsolventen ist Titelthema der aktuellen Ausgabe des JUVE Rechtsmarkt (03/2017), die am 21. Februar erschienen ist. 

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