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Wüstenrot trennt sich mit Norton Rose Fulbright von tschechischen Versicherungen

Rückwirkend zum Januar hat die Allianz die beiden tschechischen Versicherungstöchter des Stuttgarter Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische übernommen. Die Transaktion, die als Bieterverfahren strukturiert war, muss noch kartellrechtlich sowie durch die tschechische Nationalbank genehmigt werden.

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Eva-Maria Barbosa
Eva-Maria Barbosa

Wüstenrot bleibt in Tschechien mit einer Bausparkasse und einer Hypothekenbank aktiv. Zwischen diesen beiden und der tschechischen Allianz-Gesellschaft wurde zudem ein langfristiger Vertriebskooperationsvertrag vereinbart.

Wüstenrot war seit 1993 auf dem tschechischen Versicherungsmarkt aktiv. Mit weniger als 40 Millionen Euro Beitragsvolumen machte der Beitrag der beiden Gesellschaften zuletzt nur noch weniger als ein Prozent aller Beitragseinnahmen des Stuttgarter Konzerns aus.

Berater Allianz
Inhouse Recht: Dr. Alexander Franz (München), Ludvík Bohman (Prag) – aus dem Markt bekannt
BBH (Prag): Tomas Sedlacek (Federführung)

Berater Wüstenrot & Württembergische
Norton Rose Fulbright (München): Eva-Maria Barbosa (Federführung), Dr. Andreas Börner (beide Corporate/Versicherungsrecht), Igsaan Varachia (Steuern); Associates: Rima Höche (Corporate/Versicherungsrecht), Dr. Andreas Berberich (Steuern)
Havel Holásek & Partners (Prag): Pavel Kvicala (tschechisches Recht), Pavel Nemecek (Vertriebskooperation); Associates: Zuzana Hajkova, Eva Hadlikova
Inhouse Recht (Stuttgart): Thilo Grutschnig (Leiter Vorstandsstab), Carsten Beisheim (Leiter Konzern Recht), Frank Peter (Leiter Corporate & Compliance), Alexandra von Zastrow (Referentin Corporate & Compliance)

Hintergrund: Die Allianz zog für die Transaktion lediglich in Tschechien einen externen Berater hinzu. Der in München federführende Inhousejurist Franz ist seit Oktober 2013 in der Rechtsabteilung des Konzerns tätig. Zuvor arbeitete er für Bird & Bird und Hogan Lovells. 

Norton Rose hat Wüstenrot in den vergangenen Jahren regelmäßig bei Transaktionen zur Seite gestanden. Dabei übernahm immer auch die Rechtsabteilung der Stuttgarter eine wichtige Rolle, etwa 2010 beim Kauf der Commerzbank-Bauspartochter Allianz Dresdner Bauspar. Mit dem bei der jetzigen Transaktion involvierten tschechischen Havel-Partner Kvicala ist die Zusammenarbeit erprobt: Er hatte bis zu seinem Wechsel im vergangenen Jahr 16 Jahre bei Norton Rose in Prag gearbeitet, seit 2006 als Partner.

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