Börsendebut

Aumann meistert Sprung in den Prime Standard mit McDermott und Clifford

Dem Maschinenhersteller Aumann ist der erste Börsengang des Jahres am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse geglückt. Der Ausgabepreis der Aktie lag bei 42 Euro und damit am oberen Ende der zuvor festgelegten Zeichnungsspanne zwischen 35 und 43 Euro.

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Robert Kniehase
Robert Kniehase

Das Unternehmen mit Sitz im ostwestfälischen Beelen fertigt Spezialmaschinen für das Wickeln von Elektromotor-Spulen. Insgesamt wurden 5,98 Millionen Aktien platziert, darunter 1,5 Millionen neue Aktien und 3,7 Millionen Aktien aus dem Bestand der verkaufenden Aktionäre. Zudem wurden 780.000 Aktien von den verkaufenden Aktionären zum Zwecke der Mehrzuteilung zur Verfügung gestellt. Bislang hielt das Beteiligungsunternehmen MBB mit Sitz in Berlin 93,5 Prozent an Aumann. Nach Platzierung der Aktien werden es 53,6 Prozent sein.

Der Gesamterlös aus dem Börsengang liegt bei 251,2 Millionen Euro. Hiervon fließen Aumann 63 Millionen Euro zu, die vor allem zur Wachstumsfinanzierung im Bereich E-Mobility genutzt werden sollen. 2016 erzielte Aumann einen Umsatz von 156 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 19,3 Millionen Euro.

Mit dem geglückten Börsengang wird der Kurszettel an der Frankfurter Börse nach längerer Zeit um einen neuen Namen ergänzt. Am 13. Oktober 2016 war dem Onlinehändler Shop Apotheke der bislang letzte Börsengang im Prime Standard gelungen. Anfang Februar hatte der Spezialchemie-Anbieter Alzchem seinen für den 10. Februar geplanten Börsengang abgesagt.

Berater Aumann
McDermott Will & Emery (Frankfurt): Dr. Martin Kniehase (Federführung), Joseph Marx (beide Bank- und Finanzrecht), Volker Teigelkötter (Arbeitsrecht, Düsseldorf), Steffen Woitz (IP, München), Ted Laurenson (Bank- und Finanzrecht, New York), Tom Young (US- Steuerrecht, New York); Counsel: Nina Siewert (Steuerrecht); Associate: Dr. Thomas Gennert (Arbeitsrecht, Düsseldorf)
Ley Jesch Racky (Berlin): Dr. Frank Roitzsch (Notar) – aus dem Markt bekannt
RSM Verhülsdonk (Düsseldorf): Rainer Grote (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Georg Hacket
Georg Hacket

Berater Banken
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. George Hacket (Bank- und Finanzrecht; Federführung), Dr. Christian Vogel (Gesellschaftsrecht), Dr. Claudia Milbradt (IP; beide Düsseldorf), Dr. Felix Mühlhäuser, François-Xavier Dujardin (beide Steuerrecht; Luxemburg); Associates: Nicolas Hohn-Hein (IP), Jochen Buckel (Gesellschaftsrecht; beide Düsseldorf); Counsel: Barbora Moring (Bank- und Finanzrecht), Olaf Mertgen (Steuerrecht)

Hintergrund: McDermott-Partner Kniehase berät die Aumann-Mutter MBB bereits seit mehreren Jahren. So begleitete er deren Börsengang 2006 und ein Jahr später den Börsengang von Delignit, einer weiteren MBB-Tochter, die in der Automobil-, Schienenverkehrs- und Sicherheitsindustrie tätig ist. Zum McDermott-Team gehörten zwei US-Partner, da die Platzierung unter dem „Rule 144A Security Act“ auch für qualifizierte Anleger in den USA erfolgte.

Ein Team aus dem Frankfurter Büro von Clifford Chance um Partner Hacket begleitete die Konsortialbanken Berenberg, Citigroup und Hauck & Aufhäuser als „Underwriters‘ Counsel“. Die Kanzlei war über einen Pitch in das Mandat gekommen. RSM Verhülsdonk, langjähriger Wirtschaftsprüfer des Unternehmens, deckte die steuerlichen Aspekte der Transaktion ab. (Stephan Mittelhäuser)

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