Beim neuen Vermarktungsmodell der Bundesliga ziehen frühere Kirch-Mitarbeiter sowie ehemalige DFL-Angestellte die juristischen Strippen. Und auch Nörr ist dabei – in welcher Form auch immer.
"Kirch ist zurück", titelten die Gazetten Mitte Oktober. Gerade hatte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bekannt gegeben, dass sie für den Zeitraum von 2009 bis 2015 einen Vermarktungsvertrag mit der Agentur Sirius geschlossen hatte. Sirius vertreibt die nationalen TV-Rechte und garantiert der Liga dafür Rekordeinnahmen von über drei Milliarden Euro. Und schon stürzten sich alle auf denjenigen, der wohl zumindest offiziell das Sagen bei Sirius hat. Leo Kirch.
Der 81-Jährige Medienunternehmer und Gründer der einstmals mächtigen Kirch-Gruppe mit Sendern wie Sat.1, Pro7, DSF oder Premiere steht für eine der größten Pleiten der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Er führte die deutsche Fußball-Bundesliga mit seiner Insolvenz und dem Wegfallen fest einkalkulierter TV-Einnahmen vor fünf Jahren in eine tiefe Krise. Verschiedene Clubs standen am Rande des Ruins.
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