Juve Plus Grüner Wasserstoff

Deutsches M&A-Team von Eversheds erstmals im Großeinsatz für Rolls-Royce

Der britische Triebwerkhersteller Rolls-Royce Power Systems hat eine 54-Prozent-Mehrheitsbeteiligung an Hoeller Electrolyzer erworben. Verkäufer sind die bisherigen Gesellschafter, die teils beteiligt bleiben.

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Hoeller Electrolyzer entwickelt Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Als Spezialist der sogenannten PEM-Technologie ist das Unternehmen in der Lage, grünen Wasserstoff herzustellen. Mittels elektrischer Spannung wird Wasser in die einzelnen Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Letzterer kann als Energieträger genutzt werden. Bei grünem Wasserstoff werden für diesen Prozess ausschließlich erneuerbare Energien verwendet. 

Rolls-Royce erhofft sich von der Übernahme, ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Der Einstieg dient der weiteren Produktentwicklung. Mit einer zusätzlichen Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung soll die Zusammenarbeit zusätzlich vertieft werden.

Michael Prüßner

Berater Rolls-Royce Power Systems
Eversheds Sutherland (München): Dr. Michael Prüßner (Federführung; Corporate/M&A), Martin Bechtold (Kartellrecht), Dr. Tobias Maier (IP/Commercial), Dr. Stefan Diemer (Steuerrecht), Benjamin Schikora (Corporate/M&A); Associates: Dr. Hannah Frahm (Corporate/M&A), Maximilian Schöps (Kartellrecht; Düsseldorf)
Grünecker (München): Dr. Jens Hammer; Associate: Dr. Denis Jurkin (beide Patentrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht: Knut Sönnichsen (Senior Legal Counsel; Friedrichshafen), Simon Major (Legal Counsel – M&A; West Midlands) – aus dem Markt bekannt 

Tobias Riethmüller


Berater Hoeller Electrolyzer
GSK Stockmann (Frankfurt): Dr. Tobias Riethmüller (Federführung; Corporate), Dr. Alexander Insam (Arbeitsrecht), Dr. Gerhard Gündel (Corporate/M&A), Dominik Berka (Steuerrecht)

Berater Stefan Höller
Brock Müller Ziegenbein (Lübeck): Dr. Matthias Waack, Dr. Oswald Kleiner, Dr. Martin Witt (alle Gesellschaftsrecht/M&A; Kiel)

Notariat
Notare am Alstertor (Hamburg): Dr. Johannes Scheller (Notar), Dr. Patrick Binzel (Justitiar) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Bislang beriet Eversheds Sutherland Rolls-Royce Power Systems ausschließlich im internationalen Kontext. Für deutsche Projekte mandatierte der britische Triebwerkhersteller in der Vergangenheit das Team von DLA Piper – so etwa 2019 beim Erwerb der Siemens-Sparte für die Entwicklung von elektrischen Flugzeugmotoren.

Was den Erfolg der deutschen Eversheds-Praxis trübt, die erstmals eine internationale Mandantin bei einem Deal in Deutschland beraten hat: Der federführende Partner sowie Co-Leiter der Gesellschaftsrechtspraxis Prüßner wird Eversheds verlassen und zu Norton Rose Fulbright in München wechseln.

GSK Stockmann beriet Hoeller bei der Kapitaleinwerbung und beim Einstieg von Rolls-Royce. Im Zuge dessen spielte auch die Veräußerung von Anteilen der Altgesellschafter eine Rolle. Der Kontakt kam durch eine frühere Beratungstätigkeit für einen der Geschäftsführer zustande. Der federführende GSK-Partner Riethmüller ist eigentlich Fintech-Experte, aber begleitet seine Mandanten auch häufig im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht. Erst Anfang 2019 kehrte er zu GSK Stockmann zurück, nachdem er zwischenzeitlich etwa drei Jahre bei Schiedermair tätig war. 

Der bisherige Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer des Elektrolyse-Stack-Spezialisten Höller mandatierte die schleswig-holsteinische Kanzlei Brock Müller Ziegenbein nicht zum ersten Mal. Im Vorfeld beriet sie schon zum Verhältnis zu seinen bisherigen Mitgesellschaftern.

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