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Ende einer Insolvenz

Ende einer der größten Insolvenzfälle der deutschen Industriegeschichte: Zwei Jahre nach der Eröffnung des Verfahrens wurde nun der Autozulieferer Peguform von der US-amerikanischen Investmentgesellschaft Cerberus übernommen. Das Unternehmen aus Bötzingen bei Freiburg ist auf die Herstellung von Kunststoffteilen, wie sie in Cockpits oder Stoßfängern verwendet werden, spezialisiert. 2004 soll Peguform rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht haben.

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Der Fall Peguform hat in der Vergangenheit vor allem aus zwei Gründen für Aufsehen gesorgt: Das Unternehmen war trotz gut gefüllter Auftragsbücher in die Insolvenz geschlittert und die Pleite machte deutlich, wie abhängig die Automobilkonzerne von ihren Zulieferern sind. Zahlungsunfähig wurde Peguform, weil der ehemalige US-Eigentümer Venture Holdings Trust, der den Autozulieferer 1999 für gut 400 Millionen Euro von den Klöckner-Werken gekauft hatte, Liquidität aus dem deutschen Unternehmen abgezogen hatte. Venture Holdings ist mittlerweile ebenfalls pleite. Nach der Insolvenz-Anmeldung reagierten Hersteller wie VW und Porsche damit Peguform nach der Insolvenzanmeldung in einer gemeinsamen Aktion mit einem Massenkredit unter die Arme zu greifen, um die Belieferung mit Einzelteilen nicht zu gefährden. Diese Massendarlehen sind alle zurückbezahlt. Nichts desto trotz redeten die Automobilhersteller bei den Verkaufsverhandlungen kräftig mit.

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