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Frauenthal vertraut auch beim ÖAG-Kauf auf Dorda Brugger Jordis

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Die börsennotierte Frauenthal-Gruppe mit Sitz in Wien hat 100 Prozent der Anteile an dem Großhändler für Sanitär- und Heizungsprodukte ÖAG erworben. Bisheriger ÖAG-Alleineigentümer war der britische Sanitärgroßhandelskonzern Wolseley. Der Kaufpreis lag bei rund 23 Millionen Euro.

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Andreas Mayr (li.), Jürgen Kittel
Andreas Mayr (li.), Jürgen Kittel

ÖAG gilt als drittgrößter österreichischer Großhändler für Sanitär- und Heizungsprodukte sowie Rohinstallationen. Das Unternehmen beschäftigt rund 750 Mitarbeiter und kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von 288 Millionen Euro. ÖAG war bisher ein Mitbewerber von Frauenthals SHT Haustechnik, die 2013 einen Umsatz von 307 Millionen Euro erzielte. Beide Unternehmen sollen als selbstständige Einheiten unter dem Dach edr Frauenthal-Division Sanitär- und Heizungsgroßhandel bestehen bleiben.

Mit der Transaktion wechselt auch die ÖAG-Sparte Kontinentale, Händler für Tiefbau und industriellen Rohrleitungsbau, zur österreichischen Frauenthal-Gruppe.

ÖAG wurde 1871 als österreichische Armaturen- und Maschinenfabrik AG gegründet und war ab 1935 im Besitz der Creditanstalt beziehungsweise ihrer Tochter Wienerberger. 1994 übernahm Wolseley das Unternehmen, weltweit einer der führenden Sanitär- und Heizungsgroßhändler mit rund 40.000 Mitarbeitern in 25 Ländern. 2013 setzte Wolseley 15,8 Milliarden Euro um.

Die Frauenthal-Gruppe ist ein europaweit vertretener Mischkonzern mit Sitz in Wien und notiert an der Wiener Börse. Mit rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftete die Frauenthal-Gruppe 2013 einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro.

Berater Frauenthal
Dorda Brugger Jordis (Wien): Dr. Andreas Mayr (Kapitalmarktrecht), Dr. Jürgen Kittel (M&A)

Berater Wolseley
Binder Grösswang (Wien): Dr. Florian Khol (Corporate/M&A/Kapitalmarktrecht), Dr. Raoul Hoffer (Kartellrecht), Alexander Kramer (Immobilienrecht); Associates: Christine Dietz (Kartellrecht), Natalie Alon (Corporate/M&A; Rechtsanwaltsanwärterin) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Theale/England): Nicht bekannt

Hintergrund: Dorda Brugger Jordis etabliert sich bei Transaktionen immer mehr als Beraterin an der Seite von Frauenthal. Bereits 2012 hatte die Kanzlei das Unternehmen bei einigen Deals begleitet, nachdem sie sich im Frühjahr 2012 für den Verkauf der Frauenthal-Katalysatorensparte noch in einem Pitch durchsetzen musste.

Daneben gilt Frieders Tassul als laufende Beraterin der Frauenthal-Gruppe, die nicht über eine eigene Rechtsabteilung verfügt.

Binder Grösswang hat Wolseley schon beim Kauf von ÖAG beraten. Inhouse war Informationen aus dem Markt zufolge ein auf M&A-Transaktionen spezialisiertes Team aus England beteiligt. In Österreich hat das Unternehmen keine eigenen Juristen.

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