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Freshfields und Lebuhn beraten Maersk zu Terminal-Joint-Venture

Die Terminalsparte von Maersk, APM Terminals, und das Unternehmen Eurogate haben ein langfristiges Joint Venture für den North Sea Terminal in Bremerhaven abgeschlossen. Die Partner wollen eine Milliarde Euro in die Modernisierung des Containerterminals investieren.

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Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Die geplante Investition soll die jährliche Umschlagkapazität des Terminals von drei auf vier Millionen TEU (Containereinheiten) erhöhen. Vorgesehen ist eine umfassende Modernisierung der Terminalanlagen und der Infrastruktur. Durch vollständige Elektrifizierung und den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien soll der Terminal als erster seiner Art in Deutschland ohne Treibhausgasemissionen betrieben werden.

APM Terminals ist ein globaler Terminalbetreiber und Teil des dänischen Reederei- und Logistikkonzerns A.P. Møller-Maersk. Das Unternehmen betreibt 60 Terminals in 33 Ländern. Eurogate ist eine reedereiunabhängige Containerterminalgruppe. Die Partner blicken am Standort Bremerhaven auf eine über 25-jährige Zusammenarbeit zurück. Die Investition soll die Rolle Bremerhavens als Knotenpunkt für Frachtströme nach Deutschland und innerhalb des globalen Seeverkehrsnetzes stärken. Eine wesentliche Voraussetzung für das volle Potenzial des modernisierten Terminals ist die Vertiefung der Außenweser, für die auf öffentlicher Ebene bereits Planungen laufen.

Die Berater im Überblick

Julia Sellmann

Berater APM Terminals/Maersk
Freshfields (Hamburg): Julia Sellmann (M&A), Dr. Christian Ruoff (Steuerrecht; beide Federführung), Alan Ryan (Silicon Valley), Dr. Andreas von Bonin (Brüssel; beide Kartellrecht); Associates: Johannes Schiele (M&A), Dr. Tobias Franz (Steuerrecht; beide Federführung), André Loock, Steffen Blume (beide M&A), Leon Liekefett (Steuerrecht), Andrés Betancor (Silicon Valley), Theresa Schmid (Brüssel; beide Kartellrecht)
Lebuhn & Puchta (Hamburg): Dr. Jakob Hoffmann-Grambow (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A, Maritimes Wirtschaftsrecht), Dr. Robi Chattopadhyay (Gesellschaftsrecht/M&A/Immobilienrecht); Associate: Simon Engels (Maritimes Wirtschaftsrecht)

Götz Grevesmühl

Berater Eurogate
Blaum Dettmers Rabstein (Bremen): Dr. Götz Grevesmühl (Gesellschaftsrecht/M&A), Clais Baron von Mirbach (Immobilienrecht; Hamburg)

Berater Eurokai
Hogan Lovells (Hamburg): Dr. Jan Feigen (Federführung), Dr. Maximilian Menges (beide Gesellschaftsrecht), Dr. Mesut Korkmaz (Aktienrecht; Düsseldorf), Dr. Malte Ingwersen (Gesellschaftsrecht); Associates: Dr. Max Grieger (Aktienrecht; Düsseldorf)

Notariat
Dr. Till Kleinstück & Dr. Marcus Reski (Hamburg): Dr. Marcus Reski – aus dem Markt bekannt

Jakob Hoffmann-Grambow

Hintergrund: Die Hamburger Kanzlei Lebuhn, die vor allem für ihre Branchenexpertise in der Schifffahrt bekannt ist, verfügt über langjährige enge Kontakte zu Maersk und deren Gesellschaften. Dementsprechend früh war sie nun in die Vorbereitung des aktuellen Projektes eingebunden. Das Team um Partner Hoffmann-Grambow beriet zur gesellschaftsrechtlichen Vorstrukturierung sowie vor allem zum maritimen Wirtschafts- und zum Immobilienrecht.

Später übernahm Freshfields die Beratung zur Struktur des Joint Ventures gesellschafts-, kartell- und steuerrechtlich. Die Verbindung zwischen Freshfields und Maersk besteht schon seit Längerem: Ein Hamburger Team der Kanzlei hatte den dänischen Logistikkonzern bereits 2016 bei der Übernahme der Oetker-Reederei Hamburg Süd beraten. Die Transaktionsspezialistin Sellmann, die 2020 zur Partnerin ernannt wurde, beriet Maersk auch bereits beim Kauf der Hamburger Luftfrachtspedition Senator 2021. Zuletzt begleitete die Kanzlei auch weitere internationale Joint Ventures, mit denen Maersk seine Terminalaktivitäten ausbaut: Aktuell etwa die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung von DP World und die Gründung eines Joint Ventures mit DP World bezüglich des South Container Terminals im Jeddah Islamic Port in Saudi-Arabien.

Im Rennen um die Deutsche Bahn-Tochter Schenker Ende 2024 hatte Maersk auf ein Team von A&O Shearman vertraut, denn Freshfields war bereits für DSV tätig. Das ebenfalls aus Dänemark stammende Unternehmen machte schließlich das Rennen um Schenker.

Eurogate verhandelte das Joint Venture mit Maersk nun mit einem vergleichsweise kleinen Team. Im Wesentlichen trat der Bremer Blaum Dettmers-Partner Grevesmühl für seine langjährige Mandantin auf. Für immobilienrechtliche Aspekte band er von Mirbach aus dem Hamburger Büro der norddeutschen Kanzlei ein.

Die Gesellschafterin von Eurogate, Eurokai, ließ sich im Hintergrund des Deals zu aktien- und auch gesellschaftsrechtlichen Fragen von Hogan Lovells beraten.

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