Hybridanleihe

CHSH berät Telekom Austria bei 600-Millionen-Euro-Emission

Die Telekom Austria hat Ende Januar eine Hybridanleihe mit einem Volumen von 600 Millionen Euro platziert. Nach Unternehmensangaben ist es die erste Hybridanleihe überhaupt, die im europäischen Telekommunikationssektor emittiert wurde.

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Volker Glas
Volker Glas

Die nachrangige Schuldverschreibung hat eine unbefristete Laufzeit und einen Zinssatz von 5,63 Prozent. Gezeichnet wurde sie primär von institutionellen Investoren aus Großbritannien, Deutschland, Italien, Schweiz, Österreich und Frankreich. Die Emissionserlöse sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, insbesondere für die Akquisition des Mobilfunkanbieters YESSS! verwendet werden sowie für Frequenz-Auktionen und die Verlängerung bestehender Frequenzverträge.

Ein Bankenkonsortium aus der Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America Merrill Lynch und UniCredit Bank Austria begleitete die Emission.

Berater Telekom Austria
CHSH Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (Wien): Volker Glas (Kapitalmarktrecht); Associates: Christian Aichinger, Gernot Wilfling (RAA)
Inhouse (Wien): Angelika Wendt

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz, Dr. Gabriele Röhl; Associate: Maria Maulhardt (alle Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: CHSH gehört zu den Stammberatern der Telekom Austria und ihrer Großaktionärin ÖIAG. Die anerkannte Kapitalmarktrechtlerin und Namenspartnerin der Kanzlei, Dr. Edith Hlawati, ist bei der Telekom zudem seit vielen Jahren Mitglied des Aufsichtsrats. Das aktuelle Mandat wurde ausgeschrieben. Mit Glas setzte sich ein Anwalt durch, der die Telekom bereits in den Jahren 2003, 2005 und 2009 bei großen Anleihen beraten hatte.

Auch Bankenanwalt Peter Waltz ist in Österreich kein Unbekannter. Bei Unternehmensanleihen nach jeglichem Strickmuster gehört der Linklaters-Partner zu den führenden im deutschsprachigen Raum. In Österreich beriet er jüngst auch die Banken bei der milliardenschweren Hybridanleihe der Hypo Alpe Adria (mehr…), zudem agierte er für OMV, als der Konzern 2011 eine Hybridanleihe begab. (Jörn Poppelbaum)

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