Ins Netz gegangen

Syniverse kauft Mach-Gruppe mit Shearman & Sterling

Autoren
  • JUVE

Der Private-Equity-Investor Warburg Pincus hat sich von der Luxemburger Mach-Gruppe getrennt. Syniverse hat den Kommunikationsdienstleister übernommen und bezahlte 550 Millionen Euro in bar.

Teilen Sie unseren Beitrag
Martin Neuhaus
Martin Neuhaus

Syniverse bedient sich dabei einer Fremdfinanzierung, die Barclays, Deutsche Bank, Credit Suisse und Goldman Sachs stellen. Die Deutsche Bank war zudem M&A-Berater. Die fusionskontrollrechtliche Genehmigung steht noch aus.

Mach ist ein Kommunikationsdienstleister und bietet unter anderem Systeme an, die direkte Bezahlung von Apps über die Mobilfunkrechnung ermöglichen. Das Unternehmen ist in zwölf Ländern aktiv und beschäftigt weltweit über 1.000 Mitarbeiter. Unter den 650 betreuten Mobilfunkanbietern und -unternehmen sind T-Mobile, Orange und Vodafone.

Syniverse ist ähnlich wie Mach IT-Dienstleister für die mobile Telekommunikationsbranche. Das Unternehmen ist in 160 Ländern ansässig und gehört zur Carlyle Group.

Berater Syniverse
Shearman & Sterling: Dr. Martin Neuhaus (Düsseldorf), Christa D’Alimonte (New York), Dr. Thomas König (Frankfurt; alle M&A), Trevor Soames, Geert Goeteyn (beide Antitrust; Brüssel), Dr. Johannes Frey (München), Michael Shulman (beide Steuern), Philip Urofsky (Compliance/Litigation; beide Washington), Doreen Lilienfeld (New York), Dr. Rainer Thum (Frankfurt), Sam Whitaker (London; alle Executive Compensation/Employee Benefits), Lisa Brill (Immobilienrecht; New York), Joachim Grittmann (Immobilien-/Umweltrecht; Frankfurt), James Webber (London), Lisl Dunlop (New York; beide Antitrust), Azad Ali (Financial Institutions Advisory; London); Associates: Dr. Tim Odendahl, Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun, Dr. Georg Gellißen (alle Düsseldorf), Dr. Peter Breschendorf (Frankfurt), Tania Mattei, Nader Dabb, Aselle Kurmanova (alle New York), Simon Little (London; alle M&A), Dr. Andreas Wieland (Financial Institutions Advisory; Frankfurt), Dirk Neumann (Executive Compensation/Employee Benefits; Frankfurt), Hartmut Häselbarth (Immobilien-/Umweltrecht; Frankfurt), Derek Kershaw (Steuern; New York), George Milton (London), Sara Ashall (Brüssel; beide Antitrust), Mario Meeks (Compliance/ Litigation; Washington)
Debevoise & Plimpton (New York): Jeffrey Ross, Nathan Parker; Associates: Kenneth Barry (beide London), Grant Bokerman, Scott Selinger, Daniel Stroik

Berater Warburg Pincus/Mach
Freshfields Bruckhaus Deringer: Dr. Andreas von Werder, Dr. Markus Paul (beide Frankfurt), Adrian Maguire (London, alle Gesellschaftsrecht/M&A), John Davis (Antitrust) – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Nicht bekannt

Hintergrund: Der Brüsseler Shearman & Sterling-Partner Goeteyn hatte bereits zuletzt Syniverse bei einer großen Transaktion kartellrechtlich beraten. Er ist erst Anfang 2011 aus dem Brüsseler Howrey-Büro zu Shearman gewechselt (mehr…). Zudem hat die Shearman & Sterling aus den USA heraus Beziehungen zu Carlyle und Syniverse.

Gleichwohl waren bisher in Deutschland vor allem andere Berater an der Seite von Carlyle zu finden. Der Investor ließ sich etwa öfter von Clifford Chance beraten, jüngst Anfang 2012 beim Verkauf des Business Parks Konstanz an eine Schweizer Investorengemeinschaft. Zuvor betreute Clifford 2011 die Veräußerung des Bürohauses ‚BrahmsQuartier‘ (mehr…). Aber auch Latham & Watkins unterstützte Carlyle in der Vergangenheit häufiger. Für Latham zählt der Investor weltweit zu den wichtigsten Mandanten. In Deutschland vertraute Investor Carlyle der Kanzlei etwa, als er 2011 die Raffinerie Wilhelmshaven nebst Tanklager und Hafenterminal kaufte sowie als er sich Ende 2010 vom Kindersitz-Hersteller Britax Childcare trennte (mehr…).

Nahezu zeitgleich setzte Carlyle beim Kauf von Spezialversendern der Quelle-Gruppe einer anderen US-Kanzlei: Milbank Tweed Hadley & McCloy (mehr…), die ebenfalls seit Jahren immer wieder an der Seite des Investors auftaucht. Auch CMS war bereits für Carlyle tätig, etwa bei der Akquisition der ADA-Gruppe 2011.

Shearman kennt genauso gut die Gegenseite: Die Anwälte hatten Warburg Pincus schon mehrfach beraten, zum Beispiel beim Verkauf von Easycash an Ingenico 2009 (mehr…) und beim Erwerb von Easycash 2006. Zudem begleitete die Kanzlei den Investor beim Kauf des deutschen Kreditkartengeschäfts von der Royal Bank of Scotland.

Freshfields und Mandantin Mach sind ebenfalls alte Bekannte. Die Anwälte standen dem Unternehmen etwa zur Seite, als es im Jahr 2009 das Roaming Service Bureau von World Cell kaufte (mehr…). Auch Freshfields hatte die bisherige Mach-Eignerin Warburg Pincus schon Mitte 2005 beim Erwerb von Mach beraten sowie im März 2007 bei der Übernahme des Mobilfunkdienstleisters Cibernet.

Debevoise beriet Syniverse hinsichtlich der Akquisitionsfinanzierung, die auf dem US-Kapitalmarkt aufgenommen werden soll.

Artikel teilen