Gewürz-Start-up

Kraft Heinz übernimmt mit Skadden Just Spices

Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Heinz hat die Mehrheit am deutschen Gewürz-Start-up Just Spices übernommen. Kraft Heinz erwirbt 85 Prozent der Anteile des Düsseldorfer Unternehmens, die restlichen 15 Prozent halten weiterhin die Just Spices-Gründer Florian Falk, Ole Strohschnieder und Béla Seebach. Sie sollen das Unternehmen auch weiterhin führen. 

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Just Spices hatte seit seiner Gründung 2014 den Gewürzmarkt in Deutschland kräftig aufgemischt. Laut Kraft Heinz kam das Unternehmen zuletzt auf einen Umsatz von 60 Millionen Euro.

Thomas Loest

Gerade die Internetaffinität des Start-ups scheint es Kraft Heinz angetan zu haben. Just Spices verkaufe ungefähr 70 Prozent seiner Produkte direkt an die Konsumenten und habe annähernd 1,6 Millionen Follower auf seinen Social-Media-Plattformen, sagte Kraft Heinz-Manager Rafael Oliveira. Sein Know-how im Umgang mit Daten erlaube es Just Spices, Konsumententrends früh zu erkennen und die eigenen Produktinnovationen voranzutreiben. 

Die Just Spices-Gründer betonten, das Zusammengehen mit Kraft Heinz biete dem Start-up neue Wachstumsperspektiven. Kraft Heinz, mit Hauptsitz in Chicago und Pittsburgh, ist der fünftgrößte Nahrungsmittelkonzern der Welt und an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert.

Die bisherigen Investoren waren unter anderem Five Season Ventures, Coefficient Capital, Döhler Ventures, Bitburger Ventures, HOWZAT, Monkfish Invest.

Jan Bauer

Berater Kraft Heinz
Inhouse Recht (London): Dr. Thomas Loest (General Counsel International), Runa Saeki (Chief Counsel M&A International), Stuart Casey (General Counsel Continental Europe)
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Jan Bauer, Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun, Julian Klose (alle Federführung; alle Corporate/M&A), Dr. Johannes Frey (Steuern), Dr. Ulrich Ziegler (Arbeitsrecht), Thorsten Goetz (Kartellrecht); Associates: Dr. Iryna Burd (Corporate/M&A), Dr. Ulrike Schuster (Bank- und Finanzrecht), Dr. Frank-Michael Schwarz (Steuerrecht), Alexander Kamp (Kartellrecht)
Lubberger Lehment (München): Dr. Benjamin Koch (IP/IT), Dr. David Weller (Datenschutz)

Berater Investoren und Gründer
Latham & Watkins (Frankfurt): Oliver Felsenstein, Dr. Heiko Gotsche (Düsseldorf; beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Susan Kempe-Müller (Corporate/IP), Dr. Max Hauser (Kartellrecht), Stefan Süß (Steuerrecht; München), Christina Mann (Corporate/M&A); Associates: Dr. Sönke Bock (Corporate/M&A), Pia Sösemann (Corporate/IP), Alisia Haber (Kartellrecht), Dr. Kristina Steckermeier (Arbeitsrecht; München)

Berater Five Season Ventures und Coefficient Capital
Ypog (Berlin): Dr. Benjamin Ullrich; Associate: Dr. Adrian Haase (beide M&A/Venture Capital)

Berater Döhler Ventures
Heuking Kühn Lüer Wojtek (München): Alexander Weber (Venture Capital/M&A)

Berater Just Spices
Lutz Abel (Hamburg): Dr. Lorenz Jellinghaus; Associate: Constanze Hachmann (beide Venture Capital/M&A)
Seebach Frey & Partner (Kassel): Annika Seebach (Konfliktlösung)

Hintergrund: Für die Inhouse-Abteilung um den deutschen Juristen Loest ist es schon die vierte Transaktion in diesem Jahr. Skadden war soweit bekannt erstmals außerhalb der USA beauftragt und kam über einen Pitch ins Mandat.

Die Investoren inklusive des Gründertrios setzten für die Verhandlungen auf das Latham-Team um Felsenstein und Gotsche, das ebenfalls nach einem Pitch zum Zuge kam.

Für ihre individuellen Interessen griffen einige der früheren Gesellschafter auf ihre Stammkanzleien zurück. Ypog und Heuking hatten die Mandanten bei vorangegangenen Finanzierungsrunden beraten. 

 

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