Milliarden-Deal

Investorengruppe kauft mit Clifford Mehrheit am RWE-Stromnetz Amprion

Autor/en
  • JUVE

RWE trennt sich von einem Großteil seines Höchstspannungsnetzes. Eine Investorengruppe um die Commerz Real kauft 74,9 Prozent an der RWE-Tochter Amprion. Basis für den Kaufpreis ist eine Unternehmensbewertung von rund 1,3 Milliarden Euro. RWE bleibt noch mit 25 Prozent an Amprion beteiligt.

Teilen Sie unseren Beitrag
Peter Rosin
Peter Rosin

Zum Käuferkonsortium unter Führung der Commerzbank-Tochter Commerz Real gehören derzeit die MEAG, die Anlagegesellschaft der Versicherer Munich Re und Ergo, die Versicherer Swiss Life und Talanx sowie die ärztlichen Versorgungswerk aus Westfalen-Lippe und Brandenburg. Auch der RWE-Konzern und die Commerz Real selbst sind an dem Konsortium beteiligt. Ihre Anteile sollen kurzfristig an weitere institutionelle Investoren veräußert werden. Damit erschließt die Commerz Real eine neue Assetklasse für institutionelle Investoren.

In der Zusammensetzung der Investorengruppe hatte es offenbar zwischenzeitlich Veränderungen gegeben. Vor einigen Wochen hatte es noch geheißen, eine Gruppe von acht Investoren, unter ihnen der Allianz-Konzern, wolle Amprion kaufen.

Finanziert wurde die Transaktion nach Marktinformnationen durch ein Konsortium aus drei Banken. Im Zuge der Übernahme wurde zur Ablösung der Konzernfinanzierung die Amprion GmbH refinanziert. Die Erlöse aus dem Netzverkauf will RWE in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Amprion betreibt mit 11.000 Kilometern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland.

Die Energieversorger Eon und Vattenfall haben ihr Netzgeschäft bereits abgegeben und EnBW als vierter großer Energieversorger denkt über die Beteiligung von Partnern für das Netz nach.

Berater Investorengruppe Commerz Real
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Peter Rosin (Energierecht), Dr. Josef Brinkhaus (Tax; Versicherungsaufsichtsrecht; Frankfurt), Dr. Christoph Witte (M&A; alle drei Federführung), Dr. Joachim Schütze (Kartellrecht), Dr.Marc Scheunemann (Tax), Dr. Gregor Evenkamp (Banking & Capital Markets; Frankfurt), Dr. David Elshorst (Real Estate; Frankfurt), Thomas Hey (Arbeitsrecht), Thomas Burmeister, Dr. Björn Heinlein, Kerstin Semmler (alle Energierecht,), Dr. Jan Grabbe (Tax; Versicherungsaufsichtsrecht; Frankfurt), Dr. Thomas Brunn (M&A), Dr. Peter Christ (Arbeitsrecht); Associates: Cosima Linzenbach (M&A), Dr. Guido Hermeier, Christina Will (beide Energierecht), Nadia Esken (Kartellrecht), Holger Schelling (Banking & Capital Markets; Frankfurt), Dr. Werner Brickwedde (M&A), Patrick Härle (Real Estate), Dr. Jens Beynio (Real Estate, Frankfurt), Tobias Ozimek (Arbeitsrecht)

Berater finanzierende Banken
Linklaters
(Frankfurt): Dr. Eva Reudelhuber (Finanzierung) – aus dem Markt bekannt

Berater RWE
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Matthias Hentzen, Thomas Meurer (beide Federführung; Corporate/M&A), Dr. Dirk Uwer (Energierecht/Umweltrecht), Dr. Hartwin Bungert (Gesellschaftsrecht), Dr. Daniel Wilm (Versicherungsaufsichtsrecht) Dr. Ernst-Thomas Kraft (Steuerrecht), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht), Dr. Thomas Cron, Heinrich Knepper (beide Refinanzierung; alle Frankfurt); Associates: Dr. Sebastian Schneider, Dr. Benjamin Leyendecker-Langner, Dr. Holger Michael Kleinhenz, Dr. Sven Greulich, Jan Penselin (Refinanzierung; Frankfurt)
Inhouse
(Essen): Dr. Andreas Klauze (rechtliche Projektleitung; M&A), Christian Ring (Leiter M&A), Dr. Malte Abel (Leiter Kartellrecht), Hubertus Kleene (Kartellrecht), Dr. Gabriele Haas (Leiterin Energie- und Regulierungsrecht), Wolfdieter von Hesler (Energie- und Regulierungsrecht), Andreas Böwing (Leiter Steuerung Netze Regulierung)

Hintergrund: Dass Hengeler an der Seite von RWE steht, ist keine Überraschung, pflegt die Kanzlei doch schon seit Jahren eine enge Mandatsbeziehung zu dem Ruhrkonzern. Auch mit der jetzigen Thematik kennt sie sich aus: Beim Verkauf des Eon-Stromnetzes war Hengeler etwa für den Käufer Tennet tätig  (mehr…).

Die renommierten Energierechtler von Clifford waren bislang mit ihren Mandanten bei den Stromnetzverkäufen nicht zum Zuge gekommen. So beriet das Team um Dr. Peter Rosin nach Marktinformationen bereits beim Verkauf des Vattenfall-Netzes Elia (mehr…) im Herbst 2009 ein Konsortium aus Goldman Sachs und Töchtern des Münchner Finanzkonzerns Allianz sowie der Deutschen Bank.

Artikel teilen