Modefirma

Linklaters begleitet Banken bei Restrukturierung von Basler

Das bayerische Bekleidungsunternehmen Basler hat seine Verbindlichkeiten restrukturiert. Dies erfuhr JUVE aus Branchenkreisen. Demnach verständigten sich Eigner und Gläubiger diese Woche auf eine Reduzierung der Schulden von 190 auf 80 Millionen Euro. Von Finanzinvestor Triton erhält Basler zudem frisches Geld in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe.

Teilen Sie unseren Beitrag
Kolja von Bismarck
Kolja von Bismarck

Die Finanzierung läuft fünf Jahre und ersetzt, soweit bekannt, eine vorausgegangene Finanzierung, die im Juni ausgelaufen wäre. Dem Steering Committee der Senior Banken gehörte unter anderem die Commerzbank als Hauptkreditgeber an.

Laut Marktinformationen hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young das Sanierungsgutachten für die Basler-Gruppe erstellt. Mit der Finanzierung beauftragt worden war die australische Bank Macquarie durch Triton. 

Alle bisherigen Darlehensgeber wandeln Teile ihrer Forderungen in gewinnabhängige Bezugsrechte um und erhalten Anteile an der Basler-Gruppe. Triton und das Management bleiben allerdings Mehrheitseigner. Die Maßnahmen sollen in den nächsten Monaten umgesetzt werden und den Geschäftsbetrieb des Modeunternehmens langfristig stabilisieren.

Basler befindet sich in einer Restrukturierung. Der letzte veröffentlichte Umsatz von 2010/11 belief sich auf 172 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl auf rund 1.110. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Triton entweder bei Basler aussteigt oder eine neue Finanzierung auf die Beine stellt. Der Verkauf dürfte angesichts des neuen Engagements erst einmal in die Ferne rücken. Basler liegt mittlerweile sechseinhalb Jahre in den Händen des Private-Equity-Investors (mehr…).

Berater Steering Committee der Senior Banken
Linklaters (Frankfurt): Kolja von Bismarck (Federführung; Restruktutierungs-/Insolvenzrecht), Dr. Eva Reudelhuber (Bankrecht), Andreas Schaflitzl (Steuern; München); Associates: Verena Etzel (Federführung), Dr. Navid Moztarzadeh, Jonas Schwarz (alle Restruktutierungs-/Insolvenzrecht), Judit Körmöczi (Bankrecht)

Berater Triton
Ashurst (München): Sebastian Schoon, Dr. Tom Beckerhoff (Frankfurt); Associate: Christiane Kneip
Görg (Köln): Dr. Christian Bärenz (Insolvenzrecht)

Berater Basler
Heymann & Partner (Frankfurt): Dr. Henning Bloß (Federführung), Thomas Heymann; Associate: Dr. Elena Chertkova

Hintergrund: Linklaters-Partner von Bismarck und Managing Associate Etzel sind ein eingespieltes Team. Gemeinsam hatten sie schon bei der Sanierung der Baumarktkette Praktiker eine tragende Rolle auf Bankenseite gespielt (mehr…). Die Frankfurter Kanzlei Heymann & Partner kennt sich in der Modebranche bestens aus. Sie unterstützte im Sommer vergangenen Jahres das Hamburger Modehaus Tom Tailor, als es die Bekleidungskette Bonita übernahm (mehr…).

Ashurst tritt regelmäßig an der Seite von Triton auf, genauso wie andere Kanzleien, zu denen etwa Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters gehören. Den Finanzinvestor beriet Ashurst 2010 auch beim Kauf des Automobilzulieferers Stabilus. An der finanzierungsrechtlich komplexen Transaktion war der heutige Ashurst-Partner Schoon damals als Associate beteiligt (mehr…).

Artikel teilen