Norwegen

E.ons Öl- und Gasfelder gehen an Skadden-Mandantin LetterOne

Der Energiekonzern E.on stößt seine Öl- und Gasfelder in der norwegischen Nordsee ab. Käuferin der dortigen Beteiligungen und Lizenzen ist die Hamburger Dea, die seit dem Frühjahr LetterOne gehört, der Investitionsgesellschaft des russischen Unternehmers Michail Fridman. Für die Assets erhält E.on 1,6 Milliarden US-Dollar in bar.

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Scott Simpson
Scott Simpson

Die norwegischen Öl- und Gasgeschäfte, die bislang in der E.on Beteiligungen GmbH lagen, umfassen unter anderem 43 Lizenzen sowie eine 28-prozentige Beteiligung am Feld Skarv, das BP führt, und 30 Prozent an Njord, das Statoil gehört. E.on wollte seine Nordsee-Beteiligungen schon seit längerer Zeit verkaufen, die britischen und skandinavischen Assets gehen nun offensichtlich getrennte Wege. Die Bank of America Merril Lynch wurde für die Verkäufe mandatiert. Der Konzern befindet sich in einem umfassenden Umstrukturierungsprozess, in dem einzelne Energiesparten neu gebündelt werden.

LetterOne mit Holding-Hauptsitz in Luxemburg hatte im Mai Carl Bildt, den früheren schwedischen Außenminister, als Berater angeheuert. Er dürfte die aktuellen Gespräche flankiert haben, die zur Übernahme der E.on E&P Norge führten. Im Frühjahr hatte der Fonds bereits in einem milliardenschweren Deal die Öl- und Gasfördertochter Dea von der Mitbewerberin RWE erworben. Beide werden in den Geschäftsbereich LetterOne Energy integriert.

Matthias Horbach
Matthias Horbach

Berater LetterOne
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (London): Scott Simpson, Lorenzo Corte, Douglas Nordlinger, Matthias Horbach (Frankfurt), Sandro De Bernardini (alle M&A/Corproate), Mark Darley, Andrew Brown (beide Banking), James Anderson (Steuerrecht), Fred Depoortere (Brüssel; Kartellrecht); Associates: Corinne Noel, Anna Christie, Andrea Spadacini, Sarah Knapp, Martin Prokoph (Frankfurt; alle Corporate), Jison Choi (Steuerrecht), Andrew Forster (Brüssel; Kartellrecht)
Wiersholm (Oslo): Erik Thyness – aus dem Markt bekannt
Linklaters (Düsseldorf): Dr. Ingo Klauß; Associate: Christoph Barth (beide Kartellrecht)

Berater E.on
Inhouse Recht (Düsseldorf): Sara Leavesley (Head of Legal M&A), Karl-Heinz Feldmann (Senior Vice President, Legal and Compliance), David Bate (Group Legal Director E.on E&P; London) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Simpson, Co-Leiter von Skaddens weltweiter Transaktionspraxis, hatte schon die komplexe Dea-Übernahme für LetterOne mitgestaltet. Hierzulande waren dieses Mal auch der Frankfurter Skadden-Partner Horbach sowie für das Kartellrecht die Brüsseler Anwälte involviert.

Mit der norwegischen Sozietät Wiersholm arbeitete Skadden in den vergangenen Jahren immer wieder zusammen. Partner Thyness betreut häufig Transaktionen im Energiesektor.

Als LetterOne die RWE-Tochter Dea erwarb, setzte sie auf ein M&A-Team um die beiden Linklaters-Partner Dr. Ralph Wollburg und Dr. Tim Johannsen-Roth. Linklaters dürfte aber für diese Transaktion nicht infrage gekommen sein, schließlich ist die Kanzlei nicht nur auf dem M&A-Panel von E.on, sondern begleitet aktuell auch deren gesamten Umstrukturierungsprozess. 

Unabhängig davon betreuen Linklaters-Kartellrechtler weiterhin die Fusionskontrollanmeldungen für LetterOne bei der EU-Kommission, auch für die jüngsten Transaktionen.

Nach derzeitigen JUVE-Informationen zog E.on nur eine norwegische Kanzlei hinzu, ansonsten wurde der Deal wohl maßgeblich von der versierten Rechtsabteilung betreut.

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