Onlineoptiker

Mister Spex sammelt mit Pöllath 65 Millionen Euro ein

Der Onlineoptiker Mister Spex hat in einer Finanzierungsrunde 65 Millionen Euro eingesammelt. Das Family Office von Albert Büll, Gründer des Hamburger Projektentwicklers B&L, steigt als Lead Investor ein. Darüber hinaus gaben die Bestandsinvestoren – Grazia Equity, Intershop-Gründer Stephan Schambach und StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani – Geld. Ein Teil des eingesammelten Kapitals wurde Mister Spex in Form eines Darlehens gewährt: Global Growth Capital stellte eine nicht näher spezifizierte Summe an Fremdkapital bereit.

Teilen Sie unseren Beitrag
Christian Tönies
Christian Tönies

Mister Spex startete sein Geschäft 2007 zunächst als reiner Onlineoptiker. Mittlerweile hat das Berliner Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Kunden und konnte den Umsatz im vergangenen Jahr um 18 Prozent auf 123 Millionen Euro steigern.

Neben einem Onlineproduktportfolio will der Optiker nun den stationären Handel weiter ausbauen: 2016 hatte das Berliner Unternehmen den ersten Laden eröffnet, inzwischen sind es elf. Noch in diesem Jahr sollen acht weitere Filialen folgen. Bis zu 100 sollen es einmal werden. Parallel dazu bietet Mister Spex in zehn Ländern Onlineshops an.

Der Börsengang, den das Unternehmen vor einigen Jahren für 2018 anvisiert hatte, ist offenbar erstmal vom Tisch: Mister Spex will das Kapital nun zunächst dazu nutzen, dem stationären Handel, und damit Branchengrößen wie Fielmann, Konkurrenz zu machen.

Berater Mister Spex
P+P Pöllath + Partners (München): Christian Tönies (Federführung; Private Equity), Dr. Jens Linde (Finanzierung), Daniel Wiedmann (Kartellrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Sebastian Gerlinger, Markus Döllner (beide Private Equity)

Dominik Ziegenhahn
Dominik Ziegenhahn

Berater Albert Büll
Raschke von Knobelsdorff Heiser (Hamburg): Dr. Dominik Ziegenhahn, Dr. Kristian Heiser (beide Corporate/M&A), Prof. Dr. Christian Möller (Steuerrecht); Associate: Cornelius Karcher (Corporate/M&A) 

Berater Bestandsinvestoren
Noerr (Berlin): Felix Blobel, Ariane Neubauer (beide Private Equity)
Jones Day (Düsseldorf): Dr. Kerstin Henrich; Associate: Dr. Moritz Maier (beide Corporate/M&A)

Berater Global Growth Capital
McDermott Will & Emery (Frankfurt): Dr. Oliver Hahnelt, Christoph Coenen (beide Federführung, beide Finanzierung), Dr. Nikolaus von Jacobs (Private Equity; München)
Hannes Snellman Attorneys (Stockholm): Albert Danielsson, Paula Röttorp
Advokatfirmaet CLP DA (Oslo): Ragnhild Steigberg

Hintergrund: Pöllath-Partner Tönies berät Mister Spex bereits seit 2008. Auch die Mandatsbeziehung zwischen Albert Büll und RKH ist nicht neu: Der Hamburger Projektentwickler vertraute bereits in einer Immobilientransaktion auf ein RKH-Team.

Der Kontakt zwischen Global Growth Capital und McDermott kam über den Münchner Private-Equity-Partner von Jacobs zustande: Er kennt Olya Klüppel, Partnerin bei Global Growth, noch aus ihrer Zeit als Partnerin beim Finanzinvestor Eso Capital, den McDermott unter anderem bei der Finanzierung eines Softwareunternehmens beriet. Hinter Global Growth steckt Marktberichten zufolge vor allem Rocket Internet-Gründer Oliver Samwer als einer der maßgeblichen Investoren. Der Growth Fonds ist paneuropäisch auf der Suche nach Investments.

Das Noerr-Team um Blobel ist schon seit dem Einstieg des Investors Scottish Equity Partners Berater der Mister Spex-Großaktionäre. Ein nicht öffentlich bekannter strategischer Investor wird zudem langjährig von Jones Day-Partnerin Henrich vertreten.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Deals Brillenversender

Goldman Sachs steigt mit Gleiss bei Mister Spex ein