Premiere

Türkischer Luftfahrtkonzern kauft mit Graf von Westphalen in Deutschland zu

Der türkische Luftfahrtkonzern Turkish Aerospace Insdustries (TAI) hat seinen ersten Zukauf im Ausland unter Dach und Fach gebracht. Das staatliche Unternehmen ist beim Airbus-Zulieferer Grunewald in Stade eingestiegen. Über einen Kaufpreis wurde nichts bekannt.

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Helmut Kempf
Helmut Kempf

TAI hat sich eine Wachstumsstrategie verordnet und will mit dem Zukauf vor den Toren Hamburgs seinen Kunden in der europäischen Luftfahrtindustrie auch physisch näher rücken. Das Unternehmen aus Ankara, ein großer Zulieferer von Boeing und Airbus, gehört der Turkish Armed Forces Foundation und dem türkischen Verteidigungsministerium. Es produziert sowohl für die zivile als auch die militärische Luftfahrt.

Ein Kunde von Grunewald Stade ist Airbus, für den das Unternehmen Teile für Mittel- und Langstreckenflugzeuge herstellt. Die übrigen Teile der Grunewald-Gruppe produzieren an den Standorten Bocholt, Kirchlengern und Irxleben für den Werkzeug- und Formenbau und bleiben weiter in Familienhand.

Berater Turkish Aerospoace Industries
Graf von Westphalen (Düsseldorf): Helmut Kempf (Federführung), Dr. Malte Hiort, Felix Wolf (alle Corporate/M&A), Dr. Frank Tschesche (Steuerrecht), Christian Kusulis (Kartellrecht); Associates: Marius Bodenstedt (Arbeitsrecht), Axel Krause, Dr. Katja Göcke (beide Zoll- und Außenhandelsrecht), Dr. Bettina Buddenberg (Immobilienwirtschaftsrecht), Lars Leskovar (Steuerrecht), Dr. Andreas Wolowski (Öffentliches Wirtschaftsrecht)
Inhouse Recht (Ankara): Cahit Akal (Leiter Recht), Caner Taspinarli – aus dem Markt bekannt

Edzard Schmidt-Jortzig
Edzard Schmidt-Jortzig

Berater Grunewald-Familie
Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin (Hamburg): Dr. Edzard Schmidt-Jortzig (Corporate/M&A, Außenwirtschaftsrecht), Dr. Philippe Rollin; Associate: Johannes Schulz (beide Corporate/M&A)
Commeo (Frankfurt): Dr. Stephanie Pautke, Christoph Weinert (beide Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Graf von Westphalen hat zum ersten Mal für TAI eine Transaktion abgeschlossen, die Beratung des türkischen Konzerns durch den federführenden Partner Kempf zu diversen Großprojekten läuft jedoch schon länger. Dem Vernehmen nach war er schon zu Simmons & Simmons-Zeiten für TAI tätig, von dort ist er im vergangenen Jahr zu GvW gewechselt. Kempf verfügt über gute Kontakte zu türkischen Unternehmen, seit er für RWE mehrere Jahre in der Türkei gearbeitet und dort 2010 den Markteinstieg des Energiekonzerns begleitet hat.

Namenspartner Schmidt-Jortzig auf der Verkäuferseite kam über VR Corporate Finance ins Mandat. Er pflegt seit Langem gute Kontakte zu dem mittelständischen Transaktionsberater, der hier auch für Grunewald tätig geworden ist. Für die kartellrechtlichen Fragen hat die Hamburger Kanzlei, die 2007 als Spin-off von White & Case entstand, die renommierte Kartellrechtsboutique Commeo dazu geholt, die 2010 von Baker & McKenzie-Juristen gegründet wurde. Die beiden jungen Sozietäten haben schon häufiger zusammengearbeitet.

Für die Steuerberatung auf Seiten von Grunewald zeichnet Norbert Wiese von Wiese & Möllmann in Bocholt verantwortlich.

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