Schnelles Internet

KKR steigt mit Clifford bei Deutsche Glasfaser ein

Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser hat einen neuen Mehrheitseigner: Der US-Investor Kohlberg KKR ist bei dem Anbieter von schnellen Breitbandinternetverbindungen eingestiegen. Der bisherige Mehrheitseigner, das niederländische Unternehmen Reggeborgh, bleibt weiter engagiert. Zusammen wollen sie der Deutschen Glasfaser für den Ausbau der digitalen Infrastruktur rund 450 Millionen an langfristigem Kapital zur Verfügung stellen.

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Das Unternehmen betreibt Glasfasernetze und versorgt Haushalte in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Bayern und Niedersachsen mit schnellen Breitbandverbindungen, insbesondere im ländlichen Raum. Nach eigenen Angaben hat die Deutsche Glasfaser bereits 100.000 Haushalte und Firmen direkt im FTTH-Verfahren („fibre-to-the-home“) an das schnelle Netz angeschlossen. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme durch KKR noch zustimmen.

Markus Muhs
Markus Muhs

Berater KKR
Clifford Chance (München): Markus Muhs (Federführung; Private Equity), Barbara Mayer-Trautmann (Finanzierung), Marc Besen (Kartellrecht), Frederik Mühl (Private Equity; Frankfurt), Philipp Kropatscheck (Finanzierung, Frankfurt); Associates: Paul Bock (Private Equity; Frankfurt), Melchior Raiser, Christian Cranmore (beide Finanzierung), Miriam Kammer (Kartellrecht; Düsseldorf)

Berater Reggeborgh
Loeschner (Hamburg): Dr. Ramin Loeschner (Federführung); Associates: Sabine Mahn, Oscar Wetzel
Janssen Broekhuysen
(Amsterdam): Jeroen Bleeker (Federführung), Marielle Broekhuysen; Associates: Ytzen Marseille, Jurrien Duijker
Bouchoms & Braesch (Luxemburg): Jean-Francois Bouchoms, Anthony Braesch
Hierons LLP (London): Richard Hierons

Hintergrund: An der Seite von KKR standen bei Großtransaktionen in den vergangenen Jahren verschiedene Kanzleien. Clifford gehört zu den regelmäßigen Beraterinnen und begleitete den Investor beispielsweise beim Einstieg in den deutsch-schweizerischen Aromenhersteller Wild Flavors. In jüngerer Vergangenheit sah man auch Gleiss Lutz an der Seite des Investors, der aber auch mit Hengeler Mueller und Freshfields Bruckhaus Deringer eine eingespielte Mandatsbeziehung unterhält.

Die Hamburger Kanzlei Loeschner kam über die niederländische Kanzlei Janssen Broekhuysen in das Mandat. Janssen betreut die Reggeborgh-Gruppe seit mehreren Jahren. Zu den Gründungspartnern von Janssen besteht aus gemeinsamen früheren Allen & Overy-Zeiten ein enges Verhältnis. Loeschner hatte 2012, als die Kanzlei noch unter Loeschner Porthun firmierte, gemeinsam mit den Niederländern Struik Food beim Kauf des Suppenherstellers Sonnen Bassermann beraten. 

Anfang 2015 trennte sich Namenspartner Loeschner von Angar Porthun, der nun die Kanzlei Porthun & Partner betreibt. Loeschner und Janssen Broekhuysen griffen für diese Transaktionen auf weitere Kanzleien aus ihrem Netzwerk zurück, das seit vergangenem Jahr besteht und mittlerweile zehn Kanzleien in Europa und Asien umfasst.

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