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Willkie und Latham beraten Axa Private Equity zu Riemser-Kauf

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  • JUVE

Axa Private Equity ist bei dem mittelständischen Pharmaunternehmen Riemser Arzneimittel eingestiegen. Der Investor übernahm die Anteile der Gründerfamilie Braun und verschiedener Minderheitsaktionäre, unter anderem der Beteiligungsgesellschaft TVM Capital.

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Andreas Hautkappe
Andreas Hautkappe

Das Eigenkapital für die Übernahme kommt aus dem Axa LBO Fund V. Die Kredite kamen nach Axa-Angaben von der BayernLB, der Commerzbank, der Deutschen Bank, GE Capital, der HSH Nordbank, ING und Unicredit.

Riemser hat seinen Sitz in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Das Spezialpharmaunternehmen ist fokussiert auf die Herstellung verschreibungspflichtiger Arzneimittel in ausgewählten therapeutischen Nischen wie supportive Onkologie, Antiinfektiva, Dermatologie und Dental.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Riemser mit rund 500 Mitarbeitern knapp 100 Millionen Euro um. Seine Produkte vermarktet das Unternehmen in 72 Ländern weltweit.

Axa Private Equity verwaltet aktuell in Europa, Amerika und Asien 28 Milliarden US-Dollar an Anlagegeldern. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigung.

Berater Axa Private Equity
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Dr. Andreas Hautkappe (Federführung), Mario Schmidt, Dr. Stefan Joergens, Georg Linde (alle Gesellschaftsrecht/Private Equity), Jan Wilms (Finanzrecht), Rolf Huenermann (Kartellrecht/Compliance), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Octávio de Sousa, Johannes Eckhardt, Christina Mann, Patrick Wacker, Daniel Zakrzewski (alle Gesellschaftsrecht/Private Equity) Mario Bammann, Tobias Daubert (beide Finanzrecht), Wolfgang Münchow (Gesellschaftsrecht), Jochen Riechwald (Arbeitsrecht), Dr. Stephanie Schmidt-Ehemann (Gesellschaftsrecht/Restrukturierung)
Latham & Watkins (Frankfurt): Christina Ungeheuer; Associate: Dr. Alexander Lentz (beide Akquisitionsfinanzierung)

Berater Aktionäre
DLA Piper: Dr. Christoph Papenheim (Federführung; Corporate; Frankfurt), Dr. Thilo von Bodungen (Vertriebsrecht; München), Martin Heinsius (Steuern; Frankfurt), Dr. Kai Tumbrägel (IPT; Köln), Lionel Koehler-Magne, Bijan Eghbal (beide Gesellschaftsrecht; beide Paris), Krzysztof Wiater (Warschau), Kelly Hardy (Baltimore; beide Gesellschaftsrecht), Dr. Fabian Hinrichs (Immobilienrecht); Associates: Sven Friedrich, Andreas Weiss, Lin Liu, Dr. Birka Stroschein (alle Gesellschaftsrecht; alle Frankfurt), Silke Hesse (Vertriebsrecht; München), Nadine Hesser (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Christian Kau, Saskia Lais (beide IPT), Dr. Marc von Kopp (alle Köln), Anna Wietrzynska, Anna Bochnia (beide Warschau), Alix Pariente (Paris), James O‘Malley, Thomas Pilkerton (beide Baltimore; alle Corporate)

Berater Banken
Milbank Tweed Hadley & McCloy (Frankfurt): Dr. Rainer Magold (Federführung); Associates: Maximilian Schneider, Alexander Klein – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Axa Private Equity setzt hierzulande regelmäßig auf Willkie, so auch beim Verkauf von Anteilen am Teleshopping-Sender HSE24 (mehr…) oder beim Verkauf von CABB (mehr…). Latham berät Axa Private Equity gelegentlich. Jetzt beriet das Team gemeinsam mit Willkie als Joint Counsel und übernahm den Finanzierungsteil der Transaktion.

Laut Marktinformationen übernahm ein Latham-Team unter der Leitung von Partnerin Ungeheuer diese Funktion für Axa Private Equity aktuell auch im Zusammenhang mit dem Einstieg beim Textilhändler Schustermann & Borenstein. Demnach arbeitete Latham gemeinsam mit Kirkland & Ellis. Auch Milbank soll involviert gewesen sein, allerdings aufseiten der Verkäufer. Die Beratung der finanzierenden Banken hatte Ashurst übernommen. 

Als sich der Investor im Sommer 2011 gemeinsam mit LGT Capital Capital Partners an europäischen Private-Equity-Fonds beteiligte, stand den beiden Unternehmen Baker & McKenzie zur Seite (mehr…). Beim Verkauf einer Beteiligung an Gealan in diesem Jahr verließ sich Axa Private Equity auf Skadden Arps Slate Meagher & Flom (mehr…).

Das Eigentümerkonsortium ließ sich geschlossen von DLA Piper beraten, nachdem sich die Kanzlei in einem Pitch durchgesetzt hatte. Dass DLA eingeladen wurde, ist dem Vernehmen nach den guten Kontakten zu GE Healthcare Financial Services zu verdanken. Presseberichten zufolge gehört der Investor ebenfalls zum Eigentümerkonsortium.

Zum Pitch soll auch Linklaters eingeladen gewesen sein. Die Kanzlei pflegt enge Verbindungen zur Minderheitsaktionärin TVM Capital und hatte diese sowohl 2007 zum Einstieg bei Riemser als auch 2008 beim Ausbau ihres Engagements beraten (mehr…). 

Die Rechtsabteilung von Riemser mit Uwe Bader als Leiter Recht und Patente war Beteiligten zufolge bei der Vendor Due Diligence involviert.

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