Sullivan & Cromwell bleibt mit SPAC und De-SPAC in der Pole Position

Das ging schnell: Die erst im Oktober aufgelegte SPAC (Special Purpose Acquisition Company) GFJ um den ehemaligen Klöckner-CEO Gisbert Rühl hat mit Thermostatspezialistin Tado bereits eine Zielgesellschaft gefunden. Nach dem Zusammenschluss soll diese an die Börse gebracht werden. Außerdem hat die Mantelgesellschaft 468 SPAC II die IPO-Saison auf dem Frankfurter Parkett eröffnet. 

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Als erste rein auf nachhaltige Investitionen fokussierte SPAC in Europa hat sich GFJ passenderweise für Tado entschieden, die auf energieeffizientes Heizen ausgerichtet ist. Der Börsengang soll noch im ersten Halbjahr 2022 erfolgen, sobald der Zusammenschluss mit GFJ abgeschlossen und das Börsenprospekt gebilligt ist. Die angestrebte Bewertung liegt bei 450 Millionen Euro.

Carsten Berrar

Die 2011 gegründete Tado ist auf die intelligente Steuerungen für Heizungen und Klimageräte spezialisiert und hat nach eigenen Angaben rund zwei Millionen Thermostate und Heizungsregelsysteme verkauft. Mit Tado kann man beispielsweise von seinem Smartphone unterwegs per App die Heizung zu Hause regulieren. Das Unternehmen hatte erst vor Kurzem das Wiener Start-up Awattar übernommen, das zeitvariable Stromtarife vermarktet.

Hinter der Mantelgesellschaft GFJ stehen neben Rühl die Gründer Florian Fritsch, Josef Brunner, Anna-Katharina Smend, Philipp von Hagen sowie Harald Mahrer.

Alexander Schlee

SPAC die zweite

Die Mantelgesellschaft 468 SPAC II hat bei ihrem IPO ein Emissionsvolumen von 210 Millionen Euro erzielt. Erst im Mai war die Firmenhülle 468 SPAC I an die Börse gegangen, die sich wenig später mit dem Hörspiel-Start-up Boxine zusammengeschlossen und dies an die Börse gebracht hatte. Dies zeigt, dass der SPAC-Trend zumindest mittelfristig anhält.

De-SPAC Tado/GFJ

Berater GFJ
Sullivan & Cromwell (Frankfurt): Dr. Carsten Berrar, Dr. Konstantin Technau (beide M&A/Kapitalmarktrecht), Dr. Clemens Rechberger (Kapitalmarktrecht), Dr. Michael Rosenthal (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Dr. Peter Klormann, Dr. Daniel Roggenkemper, Johannes Pieper, Jannis Rink, Dr. Frederic Dreher (alle M&A/Kapitalmarktrecht), Kolja Ortmann (Kartellrecht; Brüssel)
Flick Gocke Schaumburg (München): Dr. Florian Holzner; Associates: Klaus Himmer, Peter Volkmann (alle Steuern)
Arendt & Medernach (Luxemburg): Alexander Olliges (Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Fritsch; Vaduz): Maximilian Mayer (General Counsel) – aus dem Markt bekannt

Astrid Krüger

Berater Tado
Allen & Overy: Astrid Krüger, Dr. Hendrik Röhricht (beide Federführung; beide Private Equity/M&A; beide München), Dr. Heike Weber (Steuerrecht), Dr. Michael Weiß (Frankfurt), Jacques Graas (Luxemburg; beide Corporate/M&A), Dr. Knut Sauer (Kapitalmarktrecht), Dr. Udo Olgemöller (Öffentliches Recht; beide Frankfurt), Gilles Dall’Agnol (Luxemburg), Peter Wehner (beide Arbeitsrecht), Dr. Andre Wandt (Corporate/M&A); Associates: Dr. Thomas Dieker (Steuerrecht), Nadine Kämper (Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt), Heiner Mecklenburg (Kartellrecht; Hamburg), Cornelia Tu, Frank Weiss (beide München), Alan James-Schulz, Veronika Gaile (beide Frankfurt), Victoria Woestmann, Jacques Hoffmann (beide Luxemburg; alle Corporate/M&A), Dr. Stephan Bühner (Öffentliches Recht), Anne Pelzer (Arbeitsrecht; beide Frankfurt)

Berater Banken
Linklaters
 (Frankfurt): Dr. Alexander Schlee (Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Berenberg; Frankfurt): Marc Gei, Martin Kniehase, Robert Zehbe

IPO 468 SPAC II

Florian Holzner

Berater 468
Sullivan & Cromwell (Frankfurt): Dr. Carsten Berrar, Dr. Konstantin Technau (beide M&A/Kapitalmarktrecht), Dr. Clemens Rechberger, Dr. Lars Rüve; Associates: Dr. Stephan Rauch, Dr. Frederick Eggert, Dr. Isabelle de Lange (alle Kapitalmarktrecht)
Flick Gocke Schaumburg (München): Dr. Florian Holzner (Steuern), Dr. Torsten Kohl, Maria Huxol (beide Bewertung); Associates: Klaus Himmer, Peter Volkmann (beide Steuern)
Arendt & Medernach (Luxemburg): Alexander Olliges (Corporate/M&A), Jan Neugebauer (Steuern), Laurent Schummer; Associates: Maria Grosbusch, Haider Gontier (beide Corporate/M&A)

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Alexander Schlee (Federführung), Marco Carbonare, Ulli Janssen (Gesellschaftsrecht/M&A), Kevin Roy, William Cresswell, Tosan Kraneis, Catrin Retzmann (alle Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Berenberg; Frankfurt): Marc Gei, Martin Kniehase, Robert Zehbe

Hintergrund: Allen & Overy kam über persönliche Beziehungen zu Tado sowie GFJ ins Mandat.

Alexander Olliges

Sullivan & Cromwell ist bei IPOs generell und bei SPAC-Transaktionen insbesondere die visibelste Kanzlei im deutschen Markt. Das Team um Berrar hat bereits bei fünf SPAC-IPOs auf Emittentenseite beraten und damit so viele wie keine andere Einheit. Dies geschieht außerdem regelmäßig in Kombination mit dem Team um Flick Gocke-Partner Holzner für steuerrechtliche Themen und Arendt & Medernach zum luxemburgischen Recht, wonach alle SPACs in Deutschland aufgesetzt werden.

Linklaters auf Bankenseite mit Partner Schlee im Lead ist bei SPAC-Transaktionen hierzulande ebenfalls die Regel. Sullivan, FGS, Arendt & Medernach und Linklaters kamen in genannten Rollen auch beim IPO von GFJ sowie beim IPO von 468 SPAC I und beim anschließenden Börsengang von Boxine über das SPAC I zum Einsatz. Berrar beriet den hinter GFJ stehenden Rühl bereits im Jahr 2005 beim IPO des Stahl- und Metallhändlers Klöckner. Rühl war damals CFO und später Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Copyright Teaserfoto: Tado GmbH

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