Übernahme von Conceptus

Bayer erhält mit Inhouse-Hilfe die US-Kartellfreigabe

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  • JUVE

Die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat dem Bayer-Konzern die Freigabe erteilt, den Verhütungsmittelspezialisten Conceptus zu übernehmen. Die Leverkusener zahlen für Conceptus umgerechnet rund 850 Millionen Euro. Das Closing wird für Mitte der kommenden Woche erwartet.

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Jan Heinemann
Jan Heinemann

Bayer hatte Ende April ein Angebot für alle Aktien des kalifornischen Antibaby-Pillenherstellers abgegeben. Zuvor hatten die beiden Unternehmen einen Übernahmevertrag unterzeichnet. Die Transaktion steht unter der Bedingung, dass Bayer mehr als 50 Prozent der Aktien erhält. Conceptus besitzt laut Bayer die einzige Methode zur dauerhaften Empfängnisverhütung ohne operativen Eingriff. Damit will der Leverkusener Konzern sein eigenes Angebot an Verhütungsmethoden erweiterten.

Erst vor einigen Monaten hatte Bayer kein Glück in den USA. Der Konzern wollte Schiff Nutrition übernehmen, einen Hersteller von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Bayer und Schiff hatten bereits einen Fusionsvertrag geschlossen. Doch der Konsumgüterhersteller Reckitt Benckiser durchkreuzte Bayers Pläne durch eine höhere Gegenofferte. Bayer war schließlich nicht bereit, mehr als die geplanten 920 Millionen Euro für den Zukauf in die Hand zu nehmen.

Berater Bayer
Inhouse (Leverkusen): Dr. Jan Heinemann (Leiter M&A), Dr. Christian Bank (beide M&A), Paul Fort (Fusionskontrollrecht), Dr. Nicolas von Behr (Health Care; Berlin)
Jones Day (Washington D.C.): Phil Proger, Larissa Bergin, Thomas Dinh (alle Kartellrecht)
Sullivan & Cromwell (New York): Matthew Hurd (Corporate/M&A), Nader Mousavi (IP; Palo Alto), Henrik Patel (Vergütung von Führungskräften/Pensionsverpflichtungen), Ronald Creamer Jr. , Matthew Brennan (Umweltrecht); Associates: Nina McIntyre, Zachary Jacobs, Jonathan Avidor, Bernd Delahaye (alle Corporate/M&A), Mehdi Ansari (IP; Palo Alto), Jeannette Braun (Vergütung von Führungskräften/Pensionsverpflichtungen)

Berater Conceptus
Latham & Watkins (Silicon Valley): Michael Hall, Peter Kerman, Josh Dubofsky (alle Corporate), Kirt Switzer, Grace Chen, James Metz (Vergütung/Pensionsverpflichtungen), Karen Silverman, Joshua Holian (beide Kartellrecht), J.D. Marple (Technologie), John Manthei (Regulierungsfragen), Gregory Rodgers (Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das Inhouse-Team von Bayer um M&A-Leiter Heinemann beriet auch zur versuchten Übernahme von Schiff. Dem Pharmakonzern standen auch damals Sullivan & Cromwell sowie Jones Day mit gleicher Aufgabenverteilung zur Seite. Und auch auf der Gegenseite hatten es der Bayer-Juristen mit derselben Kanzlei wie jetzt zu tun (mehr…).

Darüber hinaus war das Team um Heinemann kürzlich wesentlich beteiligt an der Übernahme der Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH durch Bayer. (Parissa Kerkhoff)

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