Veja Mate

Windpark-Finanzierung steht mithilfe von CMS, Hengeler und Watson Farley

Die 1,9 Milliarden Euro schwere Finanzierung für das große Offshore-Windparkprojekt Veja Mate ist in trockenen Tüchern: Ein Bankenkonsortium stellt dafür Fremdkapital in Höhe von knapp 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung, davon kommen 430 Millionen von der Förderbank KfW.

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Neben der KfW beteiligen sich auch die KfW-Ipex, die innerhalb der Bankengruppe für das Geschäftsfeld Projekt- und Exportfinanzierung verantwortlich ist, der dänische Exportkreditversicherer EKF sowie sechs Geschäftsbanken, darunter die Commerzbank, Deutsche Bank, Natixis, Banco Santander und Sumitomo Mitsui.

Holger Kraft
Holger Kraft

Als weitere Investoren steigen von Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) gemanagte Fonds, die Holding Highland und Siemens Project Ventures mit ein.

Der Windpark Veja Mate, 100 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum gelegen, wird sich über ein Areal von 50 Quadratkilometern erstrecken. Ursprünglich als Schwesterprojekt zum Windpark Bard I, gestartet, gehört Veja Mate seit Herbst Laidlaw Capital beziehungsweise Highland.

Der Windpark aus 67 Windenergieanlagen von Siemens soll 2017 an den Start gehen und eine Gesamtkapazität von 400 MW haben. Mit einer erwarteten Produktion von rund 1,6 Terawattstunden jährlich wird der Offshorewindpark zu den größten weltweit gehören. Neben den Finanzierungsverträgen wurden in den vergangenen Tagen auch alle notwendigen Liefer- und Installationsverträge finalisiert.

Berater Highland
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Holger Kraft (Energierecht), Dr. Christian von Lenthe (Gesellschaftsrecht), Dr. Marc Riede (Projektfinanzierungen; alle drei Federführung), Dr. Fritz von Hammerstein (Öffentliches Recht), Christoph Zarth (Maritime Wirtschaft), Dr. Heino Büsching, Dr. Kurt Gratz (Stuttgart, beide Steuerrecht), Dr. Niklas Ganssauge, Dorothée Janzen (beide Energierecht), Dr. Michael Bauer (EU-Recht; Brüssel), Dr. Stefan Segger (Versicherungsrecht; Köln), Dr. Matthias Schlingmann (Dispute Resolution), Dr. Kerstin Block, Dr. Julia Runge (beide Projektfinanzierung), Dr. Hans Kiderlen (Energierecht), Dr. Olaf Thießen (Steuerrecht); Associates: Dr. Moritz von Bismarck, Dr. Nadine Lichtblau, Kai Ostermann, Matthias Sethmann (alle Energierecht), Dr. Jenny Buchner (Maritime Wirtschaft), Stefanie Hankiewicz (EU-Recht), Dr. Isabelle Holly (Steuerrecht), Dr. Carolin Kusche (Gesellschaftsrecht), Barbara Lorscheid-Kratz (Versicherungsrecht; Köln), Dr. Michaela Ott, Christian Perlebach, Dr. Nils Wighardt (München; alle Steuerrecht), Claire Proebstle (Öffentliches Recht), Dr. Simon Sabel (Gesellschaftsrecht; München), Nicolaus-Alejandro Weil von der Ahe (beide Gesellschaftsrecht), Carl Werner (Projektfinanzierung)

Jens Wenzel
Jens Wenzel

Berater Siemens Financial Services/Copenhagen Infrastructure
Hengeler Mueller (Berlin): Dr. Jens Wenzel (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Nicolas Böhm (M&A/Energierecht), Dr. Heinrich Knepper (Finanzierung; Frankfurt), Dr. Jan Bonhage (Öffentliches Wirtschaftsrecht), Dr. Martin Klein (Steuerrecht), Andreas Breier (Energierecht); Associates: Dr. Nadine Hartung, Maike Hölty, Dr. Robert Kilian, Lucas Kleinschmitt (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Alexander von Jeinsen (Finanzierung; Frankfurt), Dr. Fabian Quast, Caroline Raspé, Dr. Marc Roberts (alle Öffentliches Wirtschaftsrecht)

Berater Bankenkonsortium
Watson Farley & Williams (Hamburg): Sven Fretthold (Banking & Finance), Dr. Malte Jordan (beide Federführung), Stefan Hoffmann (beide Corporate), Dr. Christine Bader, Dr. Ivana Mikešić (Frankfurt; beide Regulierung), Gerrit Bartsch (Steuerrecht), Daisy East (Finanzierung; London); Associates: Carolin Woggon, Dr. Manuel Rolfes, Dr. Malte Koch, Dr. Wolfram Böge (alle Corporate), Dr. Gabriel Baumstark (Regulierung), Timo Kopmann (Steuerrecht), Alexander Wojtek, Dr. Pascal Unger, Dr. Paul-Vincent Hahn, Albrecht Schäfer, Moritz van Hövell, Michael Kruger, Antonia Moll (beide London; alle Finanzierung)
Loyens & Loeff (belgisches und niederländisches Recht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: CMS beriet den schottischen Unternehmer Lord Irvine Alan Stewart Laidlaw und dessen Investmentvehikel Laidlaw Capital bereits bei der Übernahme des Veja Mate-Projekts im vergangenen Herbst, als die Bard-Gruppe ausstieg. Zu Laidlaw gehört auch die Holding Highland, die als Co-Finanzierer auftritt. Das CMS-Team nahm bei der aktuellen Transaktion wieder eine zentrale Rolle ein, da es für die Projektverträge und die Projektfinanzierung zuständig war.

Hengeler begleitete Copenhagen Infrastructure Partners bei der Strukturierung des Investments und war im Rahmen der Due Diligence auch für Siemens Project Ventures tätig. Zuletzt war die Kanzlei dem dänischen Investor begegnet, als es im vergangenen Oktober um die Anbindung von DolWin3 ging, damals arbeitete Hengeler für Tennet, für die sie regelmäßig aktiv ist.

Copenhagen Infrastructure mandatierte damals Watson Farley, die jetzt wiederum aufseiten der Banken stand, zu denen sie ebenfalls gute Beziehungen pflegt. So war die britische Kanzlei auch bei der Finanzierung der Großprojekte ‚Meerwind‘ und ‚Global Tech I‘ involviert. Mit der angesehenen Benelux-Kanzlei Loyens & Loeff, die hier wegen Sicherheiten der Zulieferer hinzugezogen wurde, arbeitet Watson Farley immer wieder zusammen.

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