Wasserstoff

MAN Energy Solutions übernimmt Anlagenbauer mit Gütt Olk Feldhaus

Die Volkswagen-Tochter MAN Energy Solutions will mehr Wasserstoff-Produktionsanlagen bauen. Dafür hat sie ihre Beteiligung H-Tec Systems nun komplett übernommen. Die Anteile erwarb MAN Energy von GP Joule, einem Projektentwickler für erneuerbare Energien.

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Die Volkswagen-Tochter MAN Energy Solutions will mehr Wasserstoff-Produktionsanlagen bauen. Dafür hat sie ihre Beteiligung H-Tec Systems nun komplett übernommen. Die Anteile erwarb MAN Energy von GP Joule, einem Projektentwickler für erneuerbare Energien. 

Sebastian Olk
Sebastian Olk

Die 1997 gegründete H-Tec Systems sitzt in Augsburg und baut Anlagen, mit deren Hilfe aus Strom Wasserstoff gewonnen werden kann. Seit 2010 gehört das Unternehmen zu GP Joule, die Solarparks, Biogas- und Windkraftanlagen betreibt, um damit nachhaltigen Strom zu erzeugen. MAN stieg 2019 bei H-Tec ein und sicherte sich 40 Prozent der Anteile. Die Aufstockung ihrer Beteiligung auf 100 Prozent muss von den Behörden noch freigegeben werden.

MAN Energy Solutions sitzt ebenfalls in Augsburg und beschäftigt weltweit knapp 14.000 Mitarbeiter. Mit seinem Investment in Antriebsmöglichkeiten wie Wasserstoff verfolgt der Maschinenbauer das Ziel, in Zukunft nachhaltige Motoren bauen zu können.

Berater MAN Energy Solutions
Gütt Olk Feldhaus (München): Dr. Sebastian Olk (Federführung); Associate: Dr. Marcel Schmidt (beide Corporate/M&A)
Blomstein (Berlin): Dr. Max Klasse, Dr. Anna Huttenlauch (beide Federführung); Associate: Rita Zuppke (alle Kartellrecht)
Inhouse Recht (MAN; Augsburg): Dr. Martin Söhngen (Deputy General Counsel) 
Inhouse Recht (Volkswagen; Wolfsburg) – keine Nennungen

Torsten Rosenboom
Torsten Rosenboom

Berater GP Joule
Watson Farley & Williams (Frankfurt): Dr. Torsten Rosenboom (Federführung), Dr. Christoph Naumann, Dr. Ahmad Khonsari (Hamburg; alle Corporate/M&A), Frederik Lorenzen (Finanzierung), Philipp Kärcher (Konfliktlösung), Christine Bader (Regulierung), Torge Rademacher (IP/IT; beiden Hamburg); Associates: Dr. Jan Winzen, Nicolas Persch, Matthias Strecker, Dr. Marius Rothermund, Matthias Murr, Dr. Manuel Köchel (alle Corporate/M&A), Dr. Thomas Scheffel (Arbeitsrecht), Dr. Eva-Maria Christiansen (Öffentliches Recht; beide Hamburg)

Hintergrund: Bereits 2019 hatte Gütt Olk Feldhaus MAN bei ihrem Einstieg bei H-Tec beraten. Auch im aktuellen Mandat setzte das Augsburger Unternehmen wieder auf Namenspartner Olk, der gemeinsam mit Associate Schmidt den gesellschaftsrechtlichen Teil der Transaktion abdeckte. Die Kanzlei ist bereits seit mehreren Jahren regelmäßig für MAN Engery Solutions im Einsatz. Deren Deputy Counsel Söhngen arbeitete ebenso wie Olk früher bei Freshfields Bruckhaus Deringer. 

Bei Fragen zum Kartellrecht setzte die VW-Tochter auf die beiden Berliner Blomstein-Partner Klasse und Huttenlauch sowie deren Team. Gütt Olk Feldhaus hat in Sachen Fusionskontrolle schon häufiger mit Blomstein zusammengearbeitet, auch als Duo für MAN. Während der aktuellen Transaktion hat das Blomstein-Team die Anmeldeverfahren in verschiedenen nicht EU-Staaten für MAN koordiniert. Dabei waren nach JUVE-Informationen auch Inhouseanwälte eingebunden, sowohl aus der MAN-Rechtsabteilung als auch aus der Rechtsabteilung des Mutterkonzerns Volkswagen. 

Dem Verkäufer stand im Zuge der Transaktion − Marktinfomationen zufolge − ein Team von Watson Farley zur Seite. Während des Einsteigs von MAN bei H-Tec 2019 setzte GP Joule noch ein auf ein Team von CMS Hasche Sigle.  

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