Hintergrund

Deutschlandchef von Sidley Austin: „In den USA ist Kapital vorhanden, das investiert werden muss“

Vor zehn Jahren eröffnete Sidley Austin ihr Münchner Büro. Ungewöhnlich: Dies geschah nur rund zwei Jahre nachdem sich die US-Kanzlei mit der Schließung von Frankfurt eigentlich aus Deutschland zurückgezogen hatte. Im Interview blickt Managing- und Private Equity-Partner Dr. Björn Holland auf bewegte Jahre, in denen sich das wirtschaftliche Umfeld für Kanzleien immer wieder geändert hat.

von Antje Neumann

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JUVE: 2016 war der zweite Anlauf für eine Präsenz im deutschen Markt, statt in Frankfurt in München. Was ist in diesen zehn Jahren gelungen – und wo stehen Sie heute anders, als Sie es sich vorgestellt hatten?
Björn Holland: Die Wiedereröffnung stand im Kontext eines vorausgegangenen Strategieschwenks. Sidley war nicht schon immer eine Private-Equity-Kanzlei, in den USA dominierten lange Zeit Mandate aus dem Finanzsektor von Banken und Versicherern. Doch die neue globale Strategieausrichtung auf Transaktionsgeschäft im Private-Equity-Sektor hat mich 2017 überzeugt, von Kirkland & Ellis zu Sidley zu wechseln.
Ich bin stolz darauf, dass wir ein sehr kollegiales Verhältnis im Münchner Team aufgebaut haben. Beim personellen Wachstum sind wir allerdings noch nicht da, wo wir sein wollen. Nach vorn gerichtet sehen wir weiteres Ausbaupotenzial, aber für uns ist hier der kulturelle Fit ganz entscheidend. Wir wollen nicht nur um des Wachstums willen wachsen, sondern wirtschaftlich nachhaltig.

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