Ein gigantisches Sondervermögen muss verteilt werden. Entsprechend muss viel passieren in der Infrastruktur, bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen, im Bildungssektor, in der öffentlichen Verwaltung, im Bereich Verteidigung, Sicherheit und Cybersecurity sowie bei Projekten für Klimaneutralität.
Das Vergaberecht ist ein zentraler Faktor, um die notwendigen und politisch gewollten Projekte auf die Straße zu bringen. Und es soll schnell gehen. Das erklärte Ziel des viel diskutierten Vergabebeschleunigungsgesetzes ist es, die Vergabe öffentlicher Aufträge einfacher und flexibler zu gestalten. Als Bremsklotz identifizieren Vergaberechtler aber nach wie vor Personalengpässe in vielen Verwaltungen, die so mit Ausschreibungen und der Begleitung größerer Projekte überfordert sind. Um hier unterstützen zu können, haben etliche Kanzleien ihre bisherigen Angebote für die Übernahme von Verfahrensschritten bei Ausschreibungen um KI- und Tech-Tools erweitert.
Zu
Mit einem neuen Team von ehemaligen
Vergaberecht wird für Kanzleien attraktiver
Bei all dem funktioniert das Vergaberecht schon lange nicht mehr im luftleeren Raum: Bei der Umsetzung von Dekarbonisierungsprojekten, technologieintensiven Bauvorhaben oder komplexen Digitalisierungsplänen sind neue Modelle und oft fachübergreifende Teams mit Gesellschaftsrechtlern, IT-Rechtlern oder Vertrags- und Regulierungsspezialisten gefragt.
In solchen Konstellationen sind Kanzleien auch aufseiten der öffentlichen Hand eher in der Lage trotz notorisch niedriger Stundensätze zufriedenstellende Umsätze zu erwirtschaften. Kanzleien mit hohen Umsatzerwartungen an die Partner, darunter
Generationswechsel geht weiter
Der Beratermarkt verändert sich zugleich durch den Generationswechsel. Zuletzt haben sich zwei besonders renommierte Vergaberechtler aus ihren Kanzleien verabschiedet und arbeiten in kleineren Einheiten weiter.