A&O und Cadwalader

Interessenkonflikte bei TXU-Insolvenz?

Autor/en
  • Aled Griffiths

Im englischen Insolvenzverfahren des amerikanischen Energieunternehmens TXU sind Allen & Overy und Cadwalader Wickersham & Taft in die Kritik geraten. Den Kanzleien werden Interessenkonflikte vorgeworfen, weil sie sowohl für verschiedene Gläubiger als auch für KPMG, einen der zwei Insolvenzverwalter, beratend tätig gewesen sind.Laut "The Lawyer" hat Allen & Overy neben der WP-Gesellschaft einen Gläubigerpool beraten, dem TXU rund 1,1 Millionen Euro schuldet, während Cadwalader die Inhaber von TXU-Anleihen vertritt.

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Die Kanzlei Herbert Smith, die den zweiten TXU-Insolvenzverwalter Ernst & Young berät, ist wegen des vermeintlichen Interessenkonfliktes nun Anfang März vor ein Londoner Gericht gezogen. Es soll die Frage entscheiden, ob bei den beschuldigten Sozietäten die so genannten Firewalls funktionierten, die vor kanzleiinternen Interessengegensätzen schützen sollen.

Vor Monaten hatte der Gläubigerausschuss bei TXU die Zweitmandatierung durch KPMG noch zugelassen. „The Lawyer“ zufolge sind aber nun einige Gläubiger wegen der Situation besorgt, insbesondere deshalb, weil die verschiedenen Gläubigergruppen heftig um ihre Ansprüche rangeln.

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