Addleshaw Goddard fusioniert mit der Dubliner Kanzlei Eugene F Collins, die 25 Partner zählt. Addleshaws Managing-Partner John Joyce betont, dies ermögliche eine strategische Erweiterung der Kanzlei auf die in Irland schnell wachsenden Geschäftsfelder wie Finanzdienstleitungen, Technologie und Life Sciences.
Der bisherige Geschäftsführer von Eugene F Collins, Mark Walsh, wird bei Addleshaw der zukünftige Büroleiter für Dublin.
Die beiden Kanzleien haben in der Vergangenheit immer wieder zusammengearbeitet, wodurch sich die Idee zur Fusion der Einheiten entwickelte.
Bird & Bird geht zum Halbjahr an den Start
Bird & Birds Vorhaben liegt noch in der Zukunft: Laut einer Pressemitteilung plant sie die Büroeröffnung in Dublin zum Sommer dieses Jahres. Das irische Team soll sich im Wesentlichen auf die Bereiche Datenschutz, Technologie, Life Sciences, IP und Gesellschaftsrecht fokussieren. Die Leitung des Standorts werden sich zwei britische Partnern teilen, der IT-Partner Roger Bickerstaff sowie die Life-Sciences-Partnerin Sally Shorthose.
Zuletzt eröffneten im März 2021 Hogan Lovells und Ashurst Büros in Dublin. Für Hogan Lovells war es das 17. europäische Büro, dort legte sie den Schwerpunkt auf Finanzregulierung und Kartellrecht. Eine Woche davor eröffnete Ashurst ihr Dubliner Büro, um nicht zuletzt für EU-Fusionskontrollen gut aufgestellt zu sein.
Anbindung nach Europa gesucht
Mit Addleshaw und Bird & Bird haben sich nach JUVE-Informationen bislang 14 internationale Kanzleien seit dem Brexit-Referendum 2017 in Irland niedergelassen, die auch in Deutschland ansässig sind, darunter DLA Piper, Clyde & Co, Pinsent & Masons oder Dechert.
Der Andrang auf den irischen Markt begann schon kurz vor dem Referendum zum EU-Austritt. Besonders britische Anwälte fürchteten, es könne für sie nach dem Brexit schwieriger werden, nach EU-Recht zu beraten und wollten über eine Zulassung in Irland weiterhin Anwälte in der Europäischen Union bleiben.
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