Alte Verbindungen

Pöllath gewinnt erfahrenen Steuerpartner Richard Engl

Der hoch anerkannte Steueranwalt Richard Engl wechselt wieder in größere Strukturen. Nach über zehn Jahren als Einzelanwalt in München wird der 57-Jährige ab September Partner bei P + P Pöllath + Partners.Damit lebt eine Verbindung auf, die schon vor fast 30 Jahren entstanden war und bis 1993 hielt. Solange waren Namenspartner Reinhard Pöllath (59) und Engl gemeinsam als Partner in der renommierten Münchner Steuerboutique Rädler Raupach tätig. Pöllath verließ die Kanzlei jedoch 1993 zusammen mit Dr. Andreas Rodin, mit dem er 1997 Pöllath + Partner gründete.

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Engl kehrte Rädler Raupach zwei Jahre nach Pöllath den Rücken – zeitgleich mit seinem damaligen Mitarbeiter Dr. Thomas Töben, der heute ebenfalls als Partner bei Pöllath arbeitet und für die Steuerstrukturierung von Immobilieninvestments steht.

Seit 1996 war Engl selbstständig. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich Engl mit der Beratung und Restrukturierung einiger großer Konzerne und Unternehmensgruppen. Im Markt bekannt ist etwa die jahrzehntelange Betreuung von Procter & Gamble. Zuletzt war Engl unter anderem mit der steuerrechtlichen Beratung zur Integration der Firmen Wella, Gillette und Braun betraut, die Procter & Gamble vor wenigen Jahren erworben hatte.

Bei Pöllath betreut Engl den Bereich „Corporate Clients“. Bisher setzte die Kanzlei vor allem auf Transaktions- und Projektarbeit für Private-Equity- und Immobilien-Investoren, während Engl sich durch langfristige Strukturberatung einen Namen gemacht hat.

Dennoch sind die Neupartner der Überzeugung, dass beides zusammenpasst. Die Kanzlei hat bereits zwei weitere Associates eingestellt. Engls Ausrichtung soll eine Ergänzung der bisherigen Tätigkeit bei Pöllath darstellen: Zum einen sei man nun besser in der Lage, nach dem Einstieg von Private-Equity-Investoren auch deren Bedarf nach Umstrukturierung des übernommenen Unternehmens abzudecken. Zum anderen könnte Engl Reinhard Pöllath bei der Beratung namhafter Familienkonzerne wie Tchibo oder Bertelsmann zur Seite stehen. (Jörn Poppelbaum)

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