Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) bemüht sich, Großkanzleien wieder stärker in die Aktivitäten der Anwaltsvertretung einzubinden. Daher lud sie gestern zum ersten Mal Vertreter von zehn großen deutschen Wirtschaftskanzleien nach Berlin ein.Auf dem Treffen offenbarten sich erhebliche atmosphärische Spannungen zwischen Verband und Großkanzleien sowie gegenseitige Informations- und Wahrnehmungsdefizite. So zeigten sich Großkanzleivertreter überrascht von der Existenz und der weit fortgeschrittenen Arbeit des BRAK-Ausschusses Internationale Sozietäten. Dagegen bezeichnete der Partner einer Großkanzlei die derzeit erarbeitete BRAK-Position zur Regelung von Interessenkonflikten als "bürokratisches Monster".
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