Arbitration

Dentons baut Schiedsrecht mit Shearman-Anwältin auf

In Frankfurt hat sich Dentons zum Februar mit einer Schiedsrechtlerin verstärkt: Die US-Anwältin Amy Kläsener (46) kommt als Partnerin für die internationale Arbitration-Praxis und bringt eine Associate mit. Kläsener leitete zuletzt als Counsel das internationale Schiedsrecht bei Shearman & Sterling in Deutschland.

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Cohen_Kläsener_Amy
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Kläsener, die bereits seit 2008 bei Shearman arbeitete, gehörte damals zum Team des anerkannten Schiedsrechtlers Dr. Richard Kreindler, der 2013 zu Cleary Gottlieb Steen & Hamilton wechselte. Seitdem leitete Kläsener die deutsche Praxis, zu der noch fünf Associates in Frankfurt zählen.

Ihren Fokus hat sie auf Konfliktlösung in den Branchen Anlagenbau und Engineering und bei Post-M&A-Streitigkeiten. So war sie beispielsweise Teil des Shearman-Teams, das den französischen Nuklearkonzern Areva im milliardenschweren Streit um Verzögerungen beim Bau eines finnischen Atomkraftwerkes vertritt. Außerdem gehören interne Untersuchungen zu ihrem Beratungsspektrum, vor allem den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) betreffend, dem Anti-Bestechungsgesetz in den USA.

Von Dentons verspricht sich Kläsener nicht nur eine geographische Verbreiterung ihres Geschäftes, sondern vor allem die notwendige Full-Service-Beratung, die sie zur Unterstützung für ihre Schiedsverfahren brauche. Dazu zählen besonders die deutschrechtlichen Aspekte, die bei Shearman nicht ausreichend vorhanden sind, zudem gehört ein Ausbau der deutschen Schiedsrechtspraxis nicht zur Strategie der US-Kanzlei.

Kläsener wird bei Dentons das klassische Schiedsrecht in Deutschland mit aufbauen. Sie versteht sich auch als Bindeglied zwischen der deutschen Litigation-Praxis und der internationalen Arbitration-Gruppe, die von Paris aus von Jean-Christophe Honlet und Barton Legum geleitet wird. Auch Honlet sieht hierzulande noch Beratungspotenzial: „Deutschland ist insbesondere wegen des starken Exportgeschäfts ein wichtiges Zentrum für internationale Schiedsgerichtsbarkeit. Die meisten internationalen Kanzleien sind hier noch zu wenig präsent.“ (Christiane Schiffer)

 

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