Im Laufe der vergangenen Jahre hatte KNH mehrere neue Standorte eröffnet und wieder geschlossen, darunter den 2015 entstandenen Münchner Standort. Das Büro in Essen gab es seit 2010. Zwei Jahre später fusionierte KNH mit der Kanzlei Dahlbüdding Mezger Schäfer, deren Namenspartner Wolfgang Dahlbüdding war. Im Herbst 2019 kam Raape zu KNH.
KNH hatte in den vergangenen Monaten mehrere Weggänge zu verzeichnen. Zum Oktober verließ Gründungspartner Ralf Kemper mit drei weiteren Kollegen die Einheit, um in Berlin eine eigene Kanzlei zu eröffnen. Die Trennung verlief einvernehmlich, Grund war eine unterschiedliche Vorstellung über die künftige Ausrichtung der Kanzlei.
Ex-KNH-Partner Raape war vor seinem Wechsel zu KNH in der Essener Kanzlei Ohletz, wo er seine berufliche Laufbahn auch begann. Er ist ebenso wie Dahlbüdding neben der anwaltlichen Beratung vor allem notariell tätig. Bei Kümmerlein sind die beiden Anwaltsnotare in bester Gesellschaft: Die Kanzlei hat ein sehr angesehenes Notariat, das eine beachtliche Zahl von Familienunternehmen und Konzernen betreut. Allerdings sind die Kümmerlein-Notare bisher vor allem gesellschaftsrechtlich sowie bei M&A-Transaktionen aktiv. Die immobilienrechtliche Ausrichtung der Neuzugänge ergänzt die Aufstellung in dem für die Kanzlei zentralen Beratungsfeld damit sinnvoll. Kümmerlein hat nun elf Notare in ihren Reihen. Das Immobilienrecht wächst mit Raape und Dahlbüdding auf sieben Anwälte.
Dritter Neuzugang bei Kümmerlein ist die Kartellrechtlerin Walzel. Sie war seit 2017 Partnerin bei DWF in Köln, wo sie die kartellrechtliche Beratung aufbaute. Davor lagen Stationen bei Allen & Overy und Kapellmann. Bei Kümmerlein stößt sie zum Team um Partner Dr. Torsten Uhlig, wo sie vor allem das transaktionsbegleitende Kartellrecht weiter vorantreiben soll. DWF hat nach Walzels Weggang derzeit keinen Kartellrechtler mehr in Deutschland, will den für die Gesamtkanzlei wichtigen Bereich nach eigenen Angaben aber kurz- bis mittelfristig wieder besetzen.
Heinemann baut durch den Zugang der ehemaligen KNH-Partnerin Terfehr ihre immobilienrechtliche Kompetenz weiter aus und stärkt die Schnittstelle zum Öffentlichen Recht. Terfehr ist vor allem in der öffentlich-rechtlichen Beratung von Projektentwicklungen aktiv. Zu ihren Mandanten zählen private und öffentliche Investoren.