Grub erklärte gegenüber JUVE, seine Erfahrung als Insolvenzrechtler und Unternehmens-Sanierer habe bei seiner Berufung keine Rolle gespielt, Beru sei alles andere als ein Sanierungsfall. Nach eigenen Worten verfügt Grub vielmehr über langjährige Beziehungen insbesondere zu Einkäufern verschiedener Automobilhersteller. Diese habe er über unterschiedliche, von ihm in der Vergangenheit betreute Insolvenzverfahren gesammelt, etwa beim Elektomobil-Hersteller Hotzenblitz oder beim Stahlscheibenrad-Produzenten Südrad. Daneben habe er Kontakte zu zahlreichen Beteiligungsgesellschaften, unter anderem auch zu Carlyle.
Die Kandidatur von Grub könnte des Weiteren auf den Umstand zurückzuführen sein, dass er in der Branche als Mensch mit der Fähigkeit gilt, in schwierigen Situationen vermitteln zu können. Diese Eigenschaft kommt ihm hier möglicherweise zu Gute, denn der Schritt von Carlyle wurde in der Presse zuletzt als Machtkampf zwischen Carlyle und Altaktionären (etwa um die Eigentümerfamilie Birkel, bekannt durch den gleichnamigen Nudelhersteller) gewertet. Grub sagte dazu lediglich: „Soweit ich das sehe, werde ich bislang von allen akzeptiert.“ (Jörn Poppelbaum)