Allerdings ist die Zahl der Wechsler ihrer Ansicht nach nicht klein: „(Es) kommen Kollegen aus großen Wirtschaftskanzleien in die Justiz, meistens noch in relativ jungem Alter, nach vier, fünf Jahren Anwaltserfahrung. Das ist keine kleine Gruppe, die ihre Erfahrungen mit der Wirtschaftswelt gemacht hat und sich letztlich auf den Richter- oder Staatsanwaltsberuf besinnen möchte.“
Für eine bessere Work-Life-Balance bürgt der Richterberuf allerdings nicht, so Limperg. Das Richteramt als familienfreundliche Alternative zur Kanzlei sei eher eine Verklärung. „Richter müssen sehr viel arbeiten. Sie setzen durchaus an Wochenenden und am Abend freie Zeit ein, um mit ihrem Pensum zurechtzukommen.“ Die Bemühungen in den Bundesländern für eine bessere Vereinbarkeit zeigten indes Wirkung, und Teilzeitmodelle seien leichter zu organisieren als in Kanzleien.
Das ganze Interview unter http://www.azur-online.de/2015/05/26/zum-bgh-zu-kommen-ist-nicht-planbar-die-bgh-praesidentin-im-interview/