BGH-Präsidentin Limperg

Richter mit Anwaltserfahrung nicht mehr selten

Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH), Bettina Limperg, sieht den seltenen Wechsel zwischen Richteramt und Wirtschaftskanzleien als Problem des jeweiligen Lebensalters an. Im Interview mit dem JUVE-Karrieremagazin ‚azur‘ sagte sie: „Bis man eine erfolgreiche Wirtschaftsanwältin, ein erfahrener Anwalt ist, ist man im Zweifel schon in einem Alter, in dem es nicht mehr leicht ist, in die Justiz zu wechseln. Umgekehrt gilt das Gleiche.“

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Limperg_Bettina
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Allerdings ist die Zahl der Wechsler ihrer Ansicht nach nicht klein: „(Es) kommen Kollegen aus großen Wirtschaftskanzleien in die Justiz, meistens noch in relativ jungem Alter, nach vier, fünf Jahren Anwaltserfahrung. Das ist keine kleine Gruppe, die ihre Erfahrungen mit der Wirtschaftswelt gemacht hat und sich letztlich auf den Richter- oder Staatsanwaltsberuf besinnen möchte.“

Für eine bessere Work-Life-Balance bürgt der Richterberuf allerdings nicht, so Limperg. Das Richteramt als familienfreundliche Alternative zur Kanzlei sei eher eine Verklärung. „Richter müssen sehr viel arbeiten. Sie setzen durchaus an Wochenenden und am Abend freie Zeit ein, um mit ihrem Pensum zurechtzukommen.“ Die Bemühungen in den Bundesländern für eine bessere Vereinbarkeit zeigten indes Wirkung, und Teilzeitmodelle seien leichter zu organisieren als in Kanzleien.

Das ganze Interview unter http://www.azur-online.de/2015/05/26/zum-bgh-zu-kommen-ist-nicht-planbar-die-bgh-praesidentin-im-interview/

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