Boesen ändert Kanzleistruktur

Arnold Boesen, einer der führenden Vergaberechtsspezialisten, hat die Struktur seiner Kanzlei verändert und drei Nachwuchsanwälte, die bereits seit mehreren Jahren bei ihm tätig sind, stärker in den Vordergrund gerückt. Die Kanzlei Boesen Rechtsanwälte, wie der neue Name lautet, führt im Briefkopf künftig Oliver Homann, Andreas Roth und Martin Upleger. Ein Partnerstatus ist mit dem Schritt zunächst nicht verbunden, jedoch wurde die Neuerung in der Boutique wegen ihres ungewöhnlichen Kanzleimodells von der Vergabeszene mit großem Interesse verfolgt.

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Boesen hatte vor acht Jahren nach mehrjähriger Tätigkeit im Bundesjustizministerium und der EU-Kommission als Seiteneinsteiger in den Anwaltsmarkt seine eigene Kanzlei in Bonn gegründet und sich sehr schnell an der Spitze des Marktes etablieren können. Zu den Mandanten zählten bisher unter anderem die Deutsche Post beim Bau des Post-Towers in Bonn sowie die Stadt Dresden, T-Systems oder die Deutsche Bahn und die Bundeswehr.

Trotz eines großen Associate-Teams von zeitweise 16 jungen Anwälten stand aber stets der Kanzleigründer Boesen im Vordergrund. „Mir kam es darauf an, dass die jungen Kollegen sich in Ruhe entwickeln und ihre Fähigkeiten ausbauen konnten“, erklärte Boesen die lange Wartezeit. „Wichtig ist dabei auch eine insgesamt breitere Ausrichtung entsprechend der jeweiligen Stärken“, so Boesen weiter.

Die drei Nachwuchsanwälte sind zwischen acht und fünf Jahren in der Kanzlei. Homann betreute als Projektleiter das Gewährleistungs­management sowie die Sanierung von Logistikumschlag­zentren an bundesweit 120 Standorten. Roth oblag in rechtlicher Hinsicht die Realisierung des Post-Tower-Projekts einschließlich Claim-Management. Upleger koordinierte für die Stadt Dresden das Veolia-Nachprüfungsverfahren um die Privatisierung der Abwasserentsorgung.

Boesen beschäftigt außerdem derzeit noch neun weitere Associates. In der Zusammensetzung des Teams gab es seit Kanzleigründung verschiedene Wechsel: Auch der bekannte junge Vergaberechtler Dr. Rainer Noch, der heute mit Anbindung an BLF Böck Oppler Hering arbeitet, war eine zeitlang in der Kanzlei tätig. Zudem hatten vier der jüngeren Berufsträger im letzten Jahr die Praxis verlassen: Ralf Busch, Peter Mussaeus, Julian Polster und Bernd Schneider wechselten gemeinsam ins Düsseldorfer White & Case-Büro (JUVE 11/02).

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