Damit hat sich DLA Piper rund sieben Jahre nach der Eröffnung des Büros in der bulgarischen Hauptstadt Sofia aus dem dortigen Markt zurückgezogen (mehr...). Die 2008 eröffnete Präsenz der österreichischen Spitzenkanzlei Wolf Theiss vor Ort zählt dagegen nun rund 20 Anwälte.
Wolf Theiss war Mitte 2009 zwei Jahre nach dem EU-Beitritt von Bulgarien zur Europäischen Union als erste große ausländische Kanzlei von der dortigen Anwaltskammer anerkannt worden (mehr…).
„Während viele internationale Rechtsanwaltskanzleien in den Krisenjahren die Region verlassen haben, war es weiterhin unser Ziel, die Präsenz in Zentral- und Südosteuropa auszubauen. Wir haben daher die Chance, die sich durch den Rückzug von DLA Piper aus dem bulgarischen Markt ergeben hat, gerne ergriffen“, sagt Erik Steger, Partner und Sprecher des erst seit Ende 2010 amtierenden neuen Wolf Theiss-Managements (mehr…).
Rizova war vor ihrem Einstieg bei DLA als Inhouse-Juristin für Telekommunikations- und Energieunternehmen tätig gewesen. Sie und ihr Team ergänzen die bisherigen Kapazitäten von Wolf Theiss nun durch Erfahrung im Bereich regulierter Industrien und im Immobilienbereich.
Rizova werde auch weiterhin die bevorzugte Ansprechpartnerin für DLA sein, wenn Mandanten Rat in Bulgarien benötigten, hieß es von ihrer alten Kanzlei DLA. Dr. Ulrich Jüngst, der nicht nur Managing Partner der deutschen DLA-Praxis ist sondern vor Kurzem auch das Management der osteuropäischen Praxis übernommen hat, sagte, das geringe Marktpotenzial in Bulgarien lasse aus seiner Sicht ein eigenes Büro in Sofia nicht erforderlich erscheinen. Weiterhin großes
Potenzial sehe die Kanzlei aber in Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Ungarn und Rumänien, wo sie die Praxen weiter ausbauen wolle.
Wolf Theiss zählt zu den aktivsten Kanzleien in Osteuropa und unterhält dort mittlerweile zehn Standorte in unterschiedlichen Ländern. Schon in einigen anderen Fällen hat die Kanzlei Anwälte aus internationalen Sozietäten aufgenommen. 2004 kam beispielsweise das Büro von Allen & Overy in der albanischen Hauptstadt Tirana dazu. In Budapest arbeiten für die österreichische Sozietät ehemalige Anwälte von Clifford Chance.