Senff ist ausgewiesener China- und Compliance-Experte. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Compliance-Audits, Risikobewertungen, interne Untersuchungen sowie die Umsetzung von Compliance-Managementsystemen. Seit zehn Jahren berät er deutsche Unternehmen dazu mit Blick auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Besonderheiten in China.
Im Schanghaier CMS-Büro, das seit 2002 als Joint Venture von CMS Hasche Sigle und CMS Cameron McKenna geführt wird, arbeiten aktuell 22 Anwälte, vier davon sind Partner. Das Büro begleitet europäische Unternehmen traditionell unter anderem im Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht sowie bei Transaktionen. In der Compliance-Beratung fehlte es vor Ort allerdings bisher an Schlagkraft.
Als Leiter der neuen CMS Compliance-Praxisgruppe in Schanghai füllt Senff mit seiner Erfahrung somit eine Lücke. Er soll die Integration der Compliance-Beratung vor Ort vorantreiben. CMS zufolge arbeitet die Compliance-Gruppe fallabhängig vor allem mit den Praxisgruppen Wettbewerbs- und Arbeitsrecht zusammen.
Weltweit erlebt das Beratungsfeld gerade eine deutliche Aufwertung, multinationale Unternehmen fragen zunehmend integrierte Compliance-Beratung nach. Speziell in China erwartet CMS über den jüngst verschärften Bestechungs- und Korruptionsschutz hinaus weitere gesetzliche Änderungen. Die Institutionalisierung der bis hierhin schwachen CMS Compliance-Praxis in China soll darauf eine strategische Antwort sein.
Bei Pinsent Masons heißt es, der Weggang Senffs sei zwar schade, jedoch verkraftbar. Mit Bernd-Uwe Stucken sei das Schanghaier Büro und insbesondere die deutsch-chinesische Schnittstelle weiterhin sehr gut besetzt. (Martin Ströder)