Conti

Koerfer räumt seinen Aufsichtsratsvorsitzenden-Posten

Autor/en
  • JUVE

Der Allen & Overy-Partner und Schaeffler-Berater Rolf Koerfer gibt seinen Posten als Aufsichtsratschef von Continental an den früheren Automanager und jetzigen Linde-Chef Wolfgang Reitzle (60) ab. Koerfer bleibt jedoch einfaches Mitglied im Aufsichtsrat des Hannoveraner Automobilzulieferers. Für Reitzle scheidet TUI-Vorstandschef Michael Frenzel aus. Die Veränderung ist Folge eines zwischen Continental und Großaktionärin Schaeffler Mitte August geschlossenen Kompromisses. Der Streit zwischen den beiden angeschlagenen und hoch verschuldeten Unternehmen war damals eskaliert. Conti hatte Koerfer vorgeworfen, nicht alleine das Wohl des Unternehmens bei seinen Entscheidungen im Auge zu haben, sondern vor allem die Interessen Schaefflers durchzusetzen.

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Schaeffler wiederum monierte, dass der damalige Vorstandschef Karl-Thomas Neumann interne Konflikte öffentlich gemacht habe und hatte vergeblich versucht, diesen in einer Continental-Aufsichtsratssitzung Ende Juli 2009 abzusetzen. Schließlich hatte sich sogar Altkanzler Gerhard Schröder eingeschaltet. Schröder fungierte als Garant der Investorenvereinbarung, die ihn berechtigte die Conti-Interessen gegenüber Schaeffler geltend zu machen. Er schaltete den renommierten Wirtschaftsanwalt Professor Dr. Reinhard Pöllath ein, dessen Prüfung ergab, dass Neumann nicht abberufen werden durfte. Trotzdem behielt Neumann seinen Posten nicht.

Der ausgehandelte Kompromiss über den Umbau der Continentalspitze beinhaltete neben Koerfers Aufgabe seines Postens nämlich auch, dass Vorstandschef Neumann durch den Schaeffler-Manager Elmar Degenhart ersetzt wurde.

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