Schaeffler wiederum monierte, dass der damalige Vorstandschef Karl-Thomas Neumann interne Konflikte öffentlich gemacht habe und hatte vergeblich versucht, diesen in einer Continental-Aufsichtsratssitzung Ende Juli 2009 abzusetzen. Schließlich hatte sich sogar Altkanzler Gerhard Schröder eingeschaltet. Schröder fungierte als Garant der Investorenvereinbarung, die ihn berechtigte die Conti-Interessen gegenüber Schaeffler geltend zu machen. Er schaltete den renommierten Wirtschaftsanwalt Professor Dr. Reinhard Pöllath ein, dessen Prüfung ergab, dass Neumann nicht abberufen werden durfte. Trotzdem behielt Neumann seinen Posten nicht.
Der ausgehandelte Kompromiss über den Umbau der Continentalspitze beinhaltete neben Koerfers Aufgabe seines Postens nämlich auch, dass Vorstandschef Neumann durch den Schaeffler-Manager Elmar Degenhart ersetzt wurde.