Zum vierten Mal hat JUVE sämtliche neuen Partnerinnen, Partner und Counsel der 50 führenden deutschen Wirtschaftskanzleien zusammengetragen und analysiert. Insgesamt sind es 470 Personen – und damit 10 mehr als im Vorjahr.
Gut ein Fünftel der neuen Partnerinnen, Partner und Counsel sind der umsatzstarken Königsdisziplin zuzuordnen. Zwar nahm der Corporate-Anteil 2022 noch fast ein Viertel ein (24,4 Prozent), der Rückgang auf den Wert von 2021 (21 Prozent) bedeutet aber immer noch eine deutliche Dominanz.
Die drei Top-Verfolger heißen in diesem Jahr Immobilien- und Baurecht (10,2 Prozent), Steuerrecht (9,4 Prozent) und Bank- und Finanzrecht (9,0 Prozent). Das Arbeitsrecht, im Vorjahr mit 9,5 Prozent noch knapp vor den drei genannten Rechtsbereichen, landet jetzt auf Rang fünf (8,5 Prozent).
Dabei überrascht vor allem die hohen Ernennungsquote im Immobilienrecht. Steigende Zinsen und Inflation haben wohl kaum einer Branche so stark zugesetzt wie dem Immobilientransaktionsmarkt. Denkbar ist, dass die Kanzleien die Transaktionsflaute umso intensiver nutzen, um ihre Immobilienpraxen diverser aufzustellen oder sich auf einen wieder anziehenden Markt vorzubereiten – oder dass die viele Beförderungen in diesem Bereich schlicht zu einer Zeit aufs Gleis gesetzt wurden, als die Situation noch rosiger aussah.
Fakt ist: Im Immobilienrecht wurden 2023 mehr neue Partner und Counsel ernannt als in den drei Jahren zuvor. Das dritte Jahr in Folge legen auch die Ernennungen im Steuerrecht zu. Sie machten 2021 noch 6 Prozent aus, im Jahr darauf 8,8 und im Jahr 2023 schließlich 9,4 Prozent aus.
Am 21. Dezember erscheint der neue JUVE Rechtsmarkt 01/2024. Lesen Sie darin weitere Analysen der Beförderungszahlen der JUVE-Top-50-Kanzleien und die Namen aller 2023 ernannter Partnerinnen, Partner und Counsel.