Dennoch ist Lappe zufrieden. Zwar hat die Kanzlei in Deutschland ihre Einnahmen nur leicht auf 192 Millionen Euro steigern können (Vorjahr: 185 Millionen). Dem 50-Jährigen kam es stets auf die Erhöhung der Profitabilität und des Umsatzes jedes einzelnen Berufsträgers (UBT) an – auch daran zeige sich, ob sich die Qualität der Mandate verbessere, meint Lappe.
Das hat er erreicht: Der UBT schnellte um sagenhafte 18,8 Prozent in die Höhe. Damit erzielte ein Linklaters-Anwalt im Durchschnitt 654.000 Euro. Im Vorjahr lag diese Ziffer noch bei 551.000 Euro, was seinerzeit einer enttäuschenden Steigerung von 0,6 Prozent entsprach.
Zudem liegt die Kostenquote in Deutschland genauso wie die der Kanzlei insgesamt bei knapp 57 Prozent. Sie dürfte sich im guten Schnitt der weltweit operierenden Sozietäten bewegen. Für den geringen Umsatzanstieg in Deutschland ist laut Lappe vor allem die Trennung von einer Großzahl von Anwälten im ehemaligen Kölner Kanzleistammsitz verantwortlich. „Diejenigen, die zum Jahreswechsel als Oppenhoff & Partner an den Start gegangen sind, haben einen signifikanten Umsatz auf sich vereint“, sagte Lappe. „Das musste sich auswirken.“ (Jörn Poppelbaum)