Deutlicher Gewinnzuwachs bei Linklaters

UBT steigt um 19 Prozent

Die britische Top-Sozietät Linklaters hat mit insgesamt gutem Ergebnis ihr Geschäftsjahr 2007/2008 abgeschlossen. Zum Stichtag 30. April erzielte die Kanzlei Einnahmen in Höhe von 1,293 Milliarden Pfund. Dies enstpricht einer Steigerung von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.Allerdings weicht der Umsatz in Euro deutlich von dem in Pfund ab. Danach kommt Linklaters umgerechnet auf Einkünfte von 1,813 Milliarden Euro gegenüber 1,661 Milliarden Euro im Vorjahr - die Steigerung betrug also nur 9,1 Prozent. Dies zeige, so der deutsche Senior Partner Dr. Michael Lappe, "wie sich die Wechselkursschwankungen auswirken können."

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Dennoch ist Lappe zufrieden. Zwar hat die Kanzlei in Deutschland ihre Einnahmen nur leicht auf 192 Millionen Euro steigern können (Vorjahr: 185 Millionen). Dem 50-Jährigen kam es stets auf die Erhöhung der Profitabilität und des Umsatzes jedes einzelnen Berufsträgers (UBT) an – auch daran zeige sich, ob sich die Qualität der Mandate verbessere, meint Lappe.

Das hat er erreicht: Der UBT schnellte um sagenhafte 18,8 Prozent in die Höhe. Damit erzielte ein Linklaters-Anwalt im Durchschnitt 654.000 Euro. Im Vorjahr lag diese Ziffer noch bei 551.000 Euro, was seinerzeit einer enttäuschenden Steigerung von 0,6 Prozent entsprach.

Zudem liegt die Kostenquote in Deutschland genauso wie die der Kanzlei insgesamt bei knapp 57 Prozent. Sie dürfte sich im guten Schnitt der weltweit operierenden Sozietäten bewegen. Für den geringen Umsatzanstieg in Deutschland ist laut Lappe vor allem die Trennung von einer Großzahl von Anwälten im ehemaligen Kölner Kanzleistammsitz verantwortlich. „Diejenigen, die zum Jahreswechsel als Oppenhoff & Partner an den Start gegangen sind, haben einen signifikanten Umsatz auf sich vereint“, sagte Lappe. „Das musste sich auswirken.“ (Jörn Poppelbaum)

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