Hamburg

Disputes-Partnerin verlässt Linklaters und schließt sich Hamburger Boutique an

Verstärkung für die Boutique Baumann Resolving Disputes: Die Prozessspezialistin Kirstin Schwedt (45) hat sich von Linklaters verabschiedet und kooperiert nun mit der Hamburger Kanzlei um Gründerin Prof. Dr. Antje Baumann – zunächst als selbstständige Anwältin. Perspektivisch will Schwedt auch in Frankfurt an den Start gehen.

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Schwedt war seit 2007 bei Linklaters, 2015 wurde sie Partnerin. Sie ist spezialisiert auf internationale Schiedsgerichtsverfahren und andere alternative Streitbeilegungen sowie Prozessführung vor staatlichen Gerichten.

Kirstin Schwedt

Zur ihren Spezialgebieten zählen Post-M&A- und gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten, außerdem Organhaftung und Kartellschadensersatz. Den Aufsichtsrat von Bilfinger beriet sie beispielsweise bei der Einigung mit ehemaligen Vorständen wegen Pflichtverletzungen in Compliance-Fragen. Außerdem beriet sie zuletzt vermehrt auch zu Streitfällen, die aus Digitalisierung, der sogenannten grünen Transformation oder aus Folgen der Corona-Pandemie entstanden. Innerhalb der Praxisgruppe von Linklaters stand Schwedt außerdem für die Schnittstelle zwischen Schiedsverfahren und IP.

Weniger Mandatskonflikte als in einer Großkanzlei – das erhofft sich Schwedt mit diesem Schritt und damit mehr Freiheiten, um als Schiedsrichterin, aber auch als Parteivertreterin arbeiten zu können. Sie wird zunächst unter dem Dach von Baumann Resolving Disputes in Hamburg arbeiten und parallel dazu in Frankfurt eine eigene Infrastruktur schaffen. 

Mit ihrem Beratungsprofil verstärkt und ergänzt Schwedt die Arbeit der sechsköpfigen Boutique um Equity-Partnerin Baumann, die aus zwei Salary-Partnerinnen, zwei Associates und neuerdings auch einem of Counsel besteht. Seit Mai ist Dr. Ulrich Theune Teil des Teams. Der ehemalige Luther-Partner unterstützt vor allem mit seiner Erfahrung als Schiedsrichter. Wachstum im Jahr drei nach Kanzleigründung sei nötig, so Baumann, um im Wettbewerb mit Großkanzleien um umfangreiche Mandate auch die passende Mannschaftsstärke aufbringen zu können. 

Linklaters kann mit ihrer gut aufgestellten Konfliktlösungspraxis um Leiter Alexandros Chatzinerantzis den Weggang personell verkraften und sieht sich mit den Partnerinnen Dr. Julia Grothaus (ernannt 2020) und Dr. Kerstin Wilhelm (ernannt 2019) auch in der Nachwuchsriege gut gerüstet. Zum Mai hat die Kanzlei außerdem zwei Counsel ernannt: Atif Bhatti und Anke Krause.

 

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