Zudem wird die Anpassung der deutschen Partnervergütung an Londoner Kennzahlen
konkreter. Bislang gilt für die deutschen Equity-Partner ein Faktor von rund 0,8 pro Punkt in London, nur die Quereinsteiger Dr. Ralph Wollburg und Achim Kirchfeld verfügen über die volle Punktzahl. Beide hatte Linklaters Ende des vergangenen Jahres von Freshfields Bruckhaus Deringer abgeworben.
Maßnahmen in diese Richtung waren von vielen deutschen Partnern schon länger gefordert worden. Die Anpassung soll zum Mai 2009 erfolgen, allerdings steht die genaue Ausgestaltung noch nicht fest. German Senior Partner Dr. Michael Lappe sagte, man sei derzeit dabei, verschiedene Modelle durchzurechnen, die später mit London abgestimmt werden sollen.
Schließlich werden hierzulande mit dem neuen Geschäftsjahr die Verbindungen zur Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Oppenhoff & Rädler AG gekappt, die international ein Unikum darstellen.
Bis jetzt war Dieter Heidemann, der Vorsitzende des Vorstands, gleichzeitig Partner im Münchner Linklaters-Büro.
„Diese vertragliche Integration wird nun gelöst“, sagte Lappe. Heidemann scheidet Ende des Monats aus der Partnerschaft aus und arbeitet dann nur noch für die AG. Linklaters und O & R wollen weiterhin auf Best-Friends-Basis zusammenarbeiten, so Lappe. (Jörn Poppelbaum)