Ernüchterung in London

Partnerprofite sinken auf Stand von 2000

Autor/en
  • Aled Griffiths

Nach Jahren stark steigender Profitabilität haben die Londoner Kanzleien im vergangenen Jahr teilweise dramatische Rückgänge erleiden müssen. Obwohl bei den vier "Magic Circle"-Kanzleien Allen & Overy, Freshfields Bruckhaus Deringer, Clifford Chance und Linklaters die Umsätze weiter gestiegen sind, fielen die Profitabilitätsziffern zurück auf das Niveau von vor drei Jahren. Dies berichtet ,The Lawyer'.Danach war Clifford Chance am stärksten betroffen. Wo jeder Partner 2001 noch 1,2 Millionen Euro mit nach Hause nehmen konnte, ist nun aus der Partnerschaft zu hören, dass der Durchschnittsgewinn stark zürückgegangen sei - wohl auf weniger als 900.000 Euro.

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Bei Freshfields und Allen & Overy ist nach ersten Berechnungen ein Gewinnrückgang von fünf bis zehn Prozent zu erwarten.

Etwas besser sieht es bei Linklaters aus. Die Kanzlei rechnet für 2002 – entgegen anderlautender Voraussagen in der Presse – mit einem Gewinnzuwachs von sechs Prozent. Das ergibt einen Erlös pro Partner von cirka 950.000 Euro.

Ansonsten bietet der Markt im Großbritannien ein heterogenes Bild. Bei Bird & Bird etwa, seit 2002 auch in Deutschland präsent, wird von einer Umsatzsteigerung berichtet – die jedoch wohl vor allem auf die rasche Expansion in Kontinentaleuropa zurückzuführen ist. Denn Partner der Kanzlei gestanden ein, dass die Profitabilität pro Partner sehr wahrscheinlich zurückgehen werde.

In den einzelnen Regionen des Vereinigten Königreichs und bei den national etablierten Kanzleien ergibt sich eine ähnliche Situation: Die Umsätze stiegen zwar, doch die Profitabilität stagnierte, so bei DLA (Umsatz: 323 Millionen Euro / Gewinn pro Partner: 635.000 Euro) oder Eversheds (Umsatz: 393 Millionen Euro / Gewinn pro Partner: 396.000 Euro, und damit nur leicht gestiegen).

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