„Es kann zu gespaltenen Verfahren kommen“

Dr. Andreas Lotze von Aulinger über die Zusammenarbeit von Kartellamt und Staatsanwaltschaft

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JUVE: Die Kooperation zwischen dem Bundeskartellamt und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung von Kartellverstößen nimmt zu, wie der aktuelle Fall des Schienenkartells zeigt. Welche rechtlichen Fragen ergeben sich hieraus?
Dr. Andreas Lotze:
Die beiden Ermittlungsbehörden verfolgen generell unterschiedliche Ziele. Der Kartellbehörde geht es primär zunächst um eine etwaige Verhängung einer gegebenenfalls empfindlichen Geldbuße gegen die Kartellanten. Bei den Staatsanwaltschaften stehen hingegen – da es in Deutschland (noch) kein Unternehmensstrafrecht gibt – die natürlich handelnden Personen im Fokus. Während das Kartellamt einen schnellen Abschluss des Verfahrens anstrebt, brauchen die Staatsanwaltschaften in der Regel einen längeren Atem.

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